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Dresden
Samstag, 12. Juni 2010
(Sächsische Zeitung)

RADEBERGER VORSTADT

Loch stoppt Verkehr auf der Bautzner

Von Stefan Rössel

Ein undichter Kanal hat für einen riesigen Einsturz gesorgt. Die Reparatur soll bis Mittwoch dauern.

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Einsatz auf der Bautzner Straße: Ein Loch in der Fahrbahn sorgte am Freitag für Wirbel. Foto: Brennpunktfoto

Ein riesiges Loch in der Fahrbahn sorgt seit Freitag für erhebliche Behinderungen des Verkehrs auf der Bautzner Straße. Die Behebung der Schäden zwischen Radeberger und Stolpener Straße wird voraussichtlich bis Mittwoch dauern.

Ursache der Havarie war offenbar ein defekter Kanal aus dem Jahr 1904, wie die Stadtentwässerung Dresden mitteilte. Wahrscheinlich sei dadurch der Boden über Jahre hinweg ausgespült worden. Allein diese Absenkung erstreckte sich über vier mal vier Meter. Der Boden muss bis in 3,50 Meter Tiefe ausgehoben werden.

Umleitung mit Ampel

Kurz danach stürzte dann auch noch ein Schachtbauwerk von 1878 in der Straßenmitte ein. Michael Bartusch von der Stadtentwässerung führte diesen zweiten Schaden darauf zurück, dass der Verkehr stadteinwärts zunächst an der Schadstelle vorbeigeführt und der Schachtdeckel dadurch überlastet wurde. „Wir können froh sein, dass nicht noch mehr passiert ist“, sagte Amtsleiter Koettnitz. Der Schaden habe eine deutlich größere Dimension als die kleineren Unterspülungen, von denen es jährlich zehn bis 20 gebe. Die Straße wurde in dem Abschnitt für den stadteinwärts fließenden Verkehr gesperrt. Eine Umleitung führt über die Stolpener und die Radeberger Straße. An der Radeberger wurde am Freitag provisorisch eine Baustellenampel eingerichtet. Bis die so weit war, regelten Polizisten den Verkehr per Hand. Es gab lange Rückstaus. Die Gegenfahrbahn wurde ebenfalls eingeengt.

Auch der Straßenbahnverkehr musste auf der Strecke wieder eingestellt werden. Die Linie 11 aus Zschertnitz biegt von der Bautzner in die Hoyerswerdaer Straße ab und fährt weiter nach Tolkewitz. Die Strecke nach Bühlau wird erneut mit Ersatzbussen bedient. Allerdings hatten die Verkehrsbetriebe Not, dafür genügend Fahrer zusammenzubringen, zumal am Wochenende auch ein Ersatzverkehr für die Linie 3 gebraucht wird, wie Sprecher Falk Lösch erklärte. Er warnte im Übrigen vor Verspätungen und unregelmäßigen Fahrzeiten wegen der Verkehrsbehinderungen. Fahrgästen nach Bühlau empfehlen die DVB deshalb, auf die Buslinie 61 auszuweichen, die mit der 11 am Schillerplatz erreicht werden kann. Zum Weißen Hirsch wurde außerdem die Standseilbahn vom Körnerplatz empfohlen. Sie ist zu diesem Zweck mit einfachem Ticket freigegeben. Die Straßenbahn stellt auch für die Reparatur das große Problem dar. Die Gleise müssen ausgebaut und an dem Schachtbauwerk neu gegründet werden, erklärte Michael Bartusch vor Ort. Nach seiner Einschätzung würden die Arbeiten mindestens bis Mittwoch dauern. Amtsleiter Koettnitz äußerte sogar die Befürchtung, es könne bis zum Freitag dauern.



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