Dresden
Mittwoch, 30. Juni 2010
(Sächsische Zeitung)
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NEUSTADT
Künstlerhaus Blaue Fabrik kann erhalten bleiben
Die bisherigen Mieter, Gewerbetreibende und junge Familien entwickeln das Anwesen gemeinsam.
Die ehemalige Schokoladenfabrik auf dem Hinterhof der Prießnitzstraße ist heute Kunstwerkstatt und Veranstaltungsort. Foto: Katja Frohberg
Im Internet
Die Blaue Fabrik bleibt erhalten. Beim Verkauf des Kunst- und Kulturtreffs Prießnitzstraße 44 erhielt eine Bietergemeinschaft aus bisherigen Mietern, befreundeten jungen Familien, Künstlern und Gewerbetreibenden den Zuschlag. Das teilte das Immobilienunternehmen Richert+Oertel mit, das den Verkauf organisierte.
Die Käufergemeinschaft aus 18 Parteien will das 3900 Quadratmeter umfassende Areal einschließlich Hausnummer 48 für eine Mischnutzung von Wohnen, Arbeiten und Kultur entwickeln. Dazu soll die bestehende Bausubstanz saniert und mit Anbauten ergänzt werden. Auch die im Krieg geschlagene Baulücke wird geschlossen.
Die Künstlervereinigung Blaue Fabrik hatte zuletzt Sorge, ihr Domizil womöglich aufgeben zu müssen. Der frühere Besitzer war im vorigen Jahr verstorben, und die Erbengemeinschaft wollte die Immobilie verkaufen. Makler Dirk Langner sagte, der Verkauf an die Bietergemeinschaft sei möglich geworden sei, weil auch private Investoren zugelassen wurden.
Seit 1991 wurden in der Blauen Fabrik zunächst vor allem Ausstellungen organisiert. Junge Kunst und alternative Projekte prägten den Stil des Treffpunkts. Nach einigen Jahren ging es nicht nur um Präsentation, sondern immer mehr um Produktion von Kunst. Musiker, Komponisten und Tänzer kamen hinzu, sodass die Galerie immer mehr zum Proben- und Aufführungsraum verwandelt wurde. Im Jahr 2005 wurde die Blaue Fabrik mit dem Kulturförderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet.
Gebaut wurde die Fabrik vor dem Ersten Weltkrieg als Schokoladenfabrik. Im Zweiten Krieg wurde sie zu einer Wäscherei. Seit den 1970er- Jahren war sie dann Modellbauwerkstatt der Gesellschaft für Sport und Technik. Die Künstler kamen nach der Wende. Heute ist sie eine der letzten erhaltenen Hinterhoffabriken des Viertels. S. Rössel
Die Käufergemeinschaft aus 18 Parteien will das 3900 Quadratmeter umfassende Areal einschließlich Hausnummer 48 für eine Mischnutzung von Wohnen, Arbeiten und Kultur entwickeln. Dazu soll die bestehende Bausubstanz saniert und mit Anbauten ergänzt werden. Auch die im Krieg geschlagene Baulücke wird geschlossen.
Die Künstlervereinigung Blaue Fabrik hatte zuletzt Sorge, ihr Domizil womöglich aufgeben zu müssen. Der frühere Besitzer war im vorigen Jahr verstorben, und die Erbengemeinschaft wollte die Immobilie verkaufen. Makler Dirk Langner sagte, der Verkauf an die Bietergemeinschaft sei möglich geworden sei, weil auch private Investoren zugelassen wurden.
Seit 1991 wurden in der Blauen Fabrik zunächst vor allem Ausstellungen organisiert. Junge Kunst und alternative Projekte prägten den Stil des Treffpunkts. Nach einigen Jahren ging es nicht nur um Präsentation, sondern immer mehr um Produktion von Kunst. Musiker, Komponisten und Tänzer kamen hinzu, sodass die Galerie immer mehr zum Proben- und Aufführungsraum verwandelt wurde. Im Jahr 2005 wurde die Blaue Fabrik mit dem Kulturförderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet.
Gebaut wurde die Fabrik vor dem Ersten Weltkrieg als Schokoladenfabrik. Im Zweiten Krieg wurde sie zu einer Wäscherei. Seit den 1970er- Jahren war sie dann Modellbauwerkstatt der Gesellschaft für Sport und Technik. Die Künstler kamen nach der Wende. Heute ist sie eine der letzten erhaltenen Hinterhoffabriken des Viertels. S. Rössel








