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Dresden
Mittwoch, 14. September 2011
(Sächsische Zeitung)

Krankenhäuser sparen schon jetzt am Personal

Von Denni Klein

Um nicht noch tiefer in die roten Zahlen zu rutschen, wurden absichtlich offene Stellen nicht besetzt. Das traf besonders Pflegekräfte.

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Dresdens Krankenhäuser sparen schon jetzt kräftig am Personal. Foto: dpa

Um nicht noch höhere Verluste zu machen, sparen Dresdens Krankenhäuser schon jetzt kräftig am Personal. So seien „nach Möglichkeit unbesetzte Arbeitsplätze zeitweise nicht beziehungsweise mit Teilzeitkräften besetzt“ worden, heißt es im internen Bericht der Rechnungsprüfer über das Krankenhaus Friedrichstadt. So wurden Stellen, die unter anderem durch Rente, Krankheit, Mutterschutz oder Elternzeit ganz oder zeitweise frei waren und im Stellenplan des Krankenhauses eingeplant sind, bewusst nicht wieder besetzt.

Krankenkassen verschärfen Not

Besonders betroffen davon waren die Pflegekräfte. Dem Bericht zufolge waren im Jahr 2010 für Friedrichstadt 699 Beschäftigte im Pflegedienst eingeplant, davon 591 Vollzeitkräfte. Tatsächlich waren nur 606 Krankenschwestern und Pfleger im Einsatz (93 zu wenig), davon nur 560 Vollzeitkräfte. Im Schnitt war also jede neunte Pflegestelle nicht besetzt. Betroffen waren auch die Ärzte. Von 330 Stellen für Mediziner waren nur 313 tatsächlich besetzt. In derselben Zeit stieg allein die Zahl der Patienten, die stationär behandelt wurden, von 32.419 auf 34.576 an.

Immer weniger Ärzte und Pflegekräfte müssen also immer mehr Patienten versorgen. Diese Situation verschärft sich nach SZ-Informationen seit Jahren. Ähnliche Entwicklungen gibt es laut Personalrat auch am Krankenhaus Neustadt.

Nachdem die Budgets mit den Krankenkassen verhandelt worden sind, seien „weitere Sparmaßnahmen notwendig“ geworden, heißt es in dem Prüfbericht. Auch die gestiegenen Löhne durch das Erreichen höherer Tarifstufen haben die Personalkosten gesteigert, was im Stellenplan zu weiteren Einsparungen führte. Sonst wäre das Defizit deutlich höher ausgefallen.


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