Dresden
Donnerstag, 7. Januar 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
RADEBERGER VORSTADT
Im Herbst ist der Waldschlößchentunnel fertig
Mehr als die Hälfte des Tunnelsystems ist gebaut. Ab Juni 2011 soll hier der Verkehr rollen.
100 Meter lang ist die Doppelröhre des Tunnels auf der Waldschlößchenstraße. Im Oktober soll der 330 Meter lange Rohbau stehen. Künftig wird hier der Verkehr aus und in Richtung Stauffenbergallee rollen. Trotz der Kälte arbeiten die Bauleute weiter. Nur unter minus fünf Grad kann nicht betoniert werden. Foto: Marco Klinger
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Baustand an der Brücke
Baustand an der Brücke
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Alles zur umstrittenen Waldschlößchenbrücke
Alles zur umstrittenen Waldschlößchenbrücke
Das Tunnelsystem für die Waldschlößchenbrücke auf der Neustädter Seite wächst zusehends. Knapp 750 Meter lang sollen die Röhren künftig sein. Mehr als die Hälfte ist schon geschafft. Der Rohbau steht auf einer Länge von insgesamt 400 Metern. Straßen- und Tiefbauamtschef Reinhard Koettnitz erläuterte vor Ort Details des Baus.
Haupttunnel
Die gewaltige Baugrube auf der Waldschlößchenstraße wird immer kleiner. Denn die Bauleute am Haupttunnel kommen voran. Zehn Meter ragen die Betonwände empor, die auf Bohrpfählen stehen. Die beiden Röhren des bis zu 22 Meter breiten Tunnels wachsen zusehends. Aus Richtung Bautzner Straße sind sie 100 Meter lang. Kurz vor Weihnachten wurde der letzte Abschnitt betoniert.
Wegen des Frostwetters haben die Eisenflechter jedoch gestern die Herstellung der Stahlbewehrung für Wände und Decke des nächsten Zehn-Meter-Stücks der Doppelröhre eingestellt. Ist das Stahlgeflecht montiert, kommt normalerweise die Betonpumpe zum Zuge. 400 Kubikmeter werden rings um die Schalwagen gepumpt, rund 1000 Tonnen Beton. Allerdings kann dies nur geschehen, wenn es nicht kälter als minus fünf Grad ist. Mindestens bis nächste Woche muss nach jetziger Lage abgewartet werden.
Nördlicher Tunnel
Am Haupttunnel oberhalb der Radeberger Straße wird derzeit nicht gebaut. Der Holzverbau auf der Südwestseite ist fertig. Am Pendant auf der Nordostseite kann jedoch nicht weiter gearbeitet werden. Denn dort ist eine Fernwärmeleitung der Drewag im Wege. Erst nach dem Ende der Heizperiode im Mai kann sie abgerissen werden, sodass die Bohrpfähle in den Untergrund gerammt und die Holzwand gebaut werden kann. Bis September muss die Doppelröhre oberhalb der Radeberger Straße gebaut sein. Auf die wird die neue Fernwärmeleitung gelegt. Die Bauleute müssen sich sputen. Denn dann beginnt die neue Heizperiode.
Im Oktober 2010 soll der Rohbau des 330 Meter langen Haupttunnels stehen. „Dann gehen die Arbeiten an der Tunnelausrüstung los“, sagt Koettnitz. Be- und Entlüftung, Beleuchtung, Brandschutzeinrichtungen und andere Anlagen müssen eingebaut werden.
Östliche Ausfahrt
Der 300 Meter lange Tunnel der östlichen Ausfahrt unter der Bautzner Straße ist fertiggestellt. Die letzten 20 Meter am Tunnelende, die bogenförmig verlaufen, wurden zuletzt gebaut. Das war erst möglich, als der Verkehr auf der Bautzner Straße Ende November auf die Nordseite verlegt werden konnte. „Frühestens Mitte 2010 werden wir dort mit dem Einbau der Tunnelausrüstung beginnen“, so Koettnitz. Peter Hilbert
Haupttunnel
Die gewaltige Baugrube auf der Waldschlößchenstraße wird immer kleiner. Denn die Bauleute am Haupttunnel kommen voran. Zehn Meter ragen die Betonwände empor, die auf Bohrpfählen stehen. Die beiden Röhren des bis zu 22 Meter breiten Tunnels wachsen zusehends. Aus Richtung Bautzner Straße sind sie 100 Meter lang. Kurz vor Weihnachten wurde der letzte Abschnitt betoniert.
Wegen des Frostwetters haben die Eisenflechter jedoch gestern die Herstellung der Stahlbewehrung für Wände und Decke des nächsten Zehn-Meter-Stücks der Doppelröhre eingestellt. Ist das Stahlgeflecht montiert, kommt normalerweise die Betonpumpe zum Zuge. 400 Kubikmeter werden rings um die Schalwagen gepumpt, rund 1000 Tonnen Beton. Allerdings kann dies nur geschehen, wenn es nicht kälter als minus fünf Grad ist. Mindestens bis nächste Woche muss nach jetziger Lage abgewartet werden.
Nördlicher Tunnel
Am Haupttunnel oberhalb der Radeberger Straße wird derzeit nicht gebaut. Der Holzverbau auf der Südwestseite ist fertig. Am Pendant auf der Nordostseite kann jedoch nicht weiter gearbeitet werden. Denn dort ist eine Fernwärmeleitung der Drewag im Wege. Erst nach dem Ende der Heizperiode im Mai kann sie abgerissen werden, sodass die Bohrpfähle in den Untergrund gerammt und die Holzwand gebaut werden kann. Bis September muss die Doppelröhre oberhalb der Radeberger Straße gebaut sein. Auf die wird die neue Fernwärmeleitung gelegt. Die Bauleute müssen sich sputen. Denn dann beginnt die neue Heizperiode.
Im Oktober 2010 soll der Rohbau des 330 Meter langen Haupttunnels stehen. „Dann gehen die Arbeiten an der Tunnelausrüstung los“, sagt Koettnitz. Be- und Entlüftung, Beleuchtung, Brandschutzeinrichtungen und andere Anlagen müssen eingebaut werden.
Östliche Ausfahrt
Der 300 Meter lange Tunnel der östlichen Ausfahrt unter der Bautzner Straße ist fertiggestellt. Die letzten 20 Meter am Tunnelende, die bogenförmig verlaufen, wurden zuletzt gebaut. Das war erst möglich, als der Verkehr auf der Bautzner Straße Ende November auf die Nordseite verlegt werden konnte. „Frühestens Mitte 2010 werden wir dort mit dem Einbau der Tunnelausrüstung beginnen“, so Koettnitz. Peter Hilbert







