Dresden
Donnerstag, 17. Juni 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Für Stunden Verkehr gestoppt
Demonstrierende Lehrer, Studenten und Polizisten legten gestern Nachmittag die ganze Innenstadt lahm.
Rund 10000 Studenten, Lehrer und Polizisten haben gestern Nachmittag den Innenstadt-Verkehr ausgebremst. Den Anfang machten die Studenten, die sich aus Protest gegen die geplanten Sozialkürzungen schon mittags am Listplatz/Hauptbahnhof sammelten – zum Leidwesen der Verkehrsbetriebe, weil schon da Bahnen ausgebremst wurden. Die Studenten zogen dann über die St.-Petersburger Straße und Carolabrücke zum Carolaplatz.
Dort setzten Lehrer, Polizisten und Sozialarbeiter ein. Ziel ihres Sternmarsches – der Landtag. Nun wurden auch die Augustus- und die Marienbrücke von Demonstranten blockiert. Im großen Umkreis um die Innenstadt bildeten sich Staus. Auch Bahnen waren oft betroffen.
„Warum streiken die denn?“, wollte ein Mittzwanziger in seinem BMW wissen, der auf der Albertstraße feststeckte. Wegen der Sparpläne der Landesregierung. „Dann habe ich dafür Verständnis. Ich verpasse zwar jetzt das Spiel Schweiz gegen Spanien, aber es ist ja für eine gute Sache“, sagte er. Ein anderer Fahrer schüttelte den Kopf, schaute genervt zu den Demonstranten am Carolaplatz mit den lauten Pfeifen und Vuvuzelas: „Diese Demo kann ich nicht verstehen, dafür habe ich kein Verständnis.“
Am Theaterplatz wartete eine Frau 20 Minuten, dass ihre Tram Nr. 4 Richtung Augustusbrücke abfährt. „Für das Anliegen der Demo habe ich Verständnis, ich habe auch Kinder und bin von den Kürzungen betroffen. Aber ich habe einen Termin und muss dringend hin“, sagte sie und stieg in die Straßenbahn, die kurz danach losfuhr.
Die Polizei verzeichnete keine Störungen. 250 Beamte sicherten die Großdemo ab. (lex/kde) S. 8
Dort setzten Lehrer, Polizisten und Sozialarbeiter ein. Ziel ihres Sternmarsches – der Landtag. Nun wurden auch die Augustus- und die Marienbrücke von Demonstranten blockiert. Im großen Umkreis um die Innenstadt bildeten sich Staus. Auch Bahnen waren oft betroffen.
„Warum streiken die denn?“, wollte ein Mittzwanziger in seinem BMW wissen, der auf der Albertstraße feststeckte. Wegen der Sparpläne der Landesregierung. „Dann habe ich dafür Verständnis. Ich verpasse zwar jetzt das Spiel Schweiz gegen Spanien, aber es ist ja für eine gute Sache“, sagte er. Ein anderer Fahrer schüttelte den Kopf, schaute genervt zu den Demonstranten am Carolaplatz mit den lauten Pfeifen und Vuvuzelas: „Diese Demo kann ich nicht verstehen, dafür habe ich kein Verständnis.“
Am Theaterplatz wartete eine Frau 20 Minuten, dass ihre Tram Nr. 4 Richtung Augustusbrücke abfährt. „Für das Anliegen der Demo habe ich Verständnis, ich habe auch Kinder und bin von den Kürzungen betroffen. Aber ich habe einen Termin und muss dringend hin“, sagte sie und stieg in die Straßenbahn, die kurz danach losfuhr.
Die Polizei verzeichnete keine Störungen. 250 Beamte sicherten die Großdemo ab. (lex/kde) S. 8







