Dresden
Montag, 26. Juli 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Fahrradclub fordert breitere Radwege
Von Stefan Rössel
Fahrrad-Club will schnellere Nord-Süd-Verbindung von der Neustadt zur TU. Die Augustusroute über Haupt- und Prager Straße bringt Konflikte mit Fußgängern.
Der Radwegeplan für die Innenstadt, den das Planungsamt im Juni vorgelegt hat, stößt auf heftige Kritik des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Dresden (ADFC). Am augenfälligsten werden die Differenzen an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Albertplatz und Hauptbahnhof und weiter zur Technischen Universität, die vor allem von Studenten stark genutzt wird. Die Planer haben dafür den Sonderfall Augustusroute aufgelegt. Der ADFC fordert eine leistungsfähige Schnellverbindung.
Das Besondere an der Augustusroute: Sie führt weitgehend über Strecken, auf denen Fußgänger Vorrang haben: Vom Albertplatz zunächst über die Hauptstraße, auf die Augustbrücke sollen Radstreifen kommen, am Residenzschloss durch das Georgentor und schließlich noch über die Einkaufszone Prager Straße (die SZ berichtete).
ADFC-Sprecher Konrad Gähler fällt ein vernichtendes Urteil: „Der Radstreifen auf der Brücke ist ja ganz schön. Aber insgesamt ist die Strecke als Radroute untauglich.“ Überall komme es zu Konflikten mit Fußgängern. Damit sei die Strecke gefährlich. Und Radfahrer kämen darauf nicht voran, wenn sie das nötige Mindestmaß an Rücksichtnahme aufbrächten.
Der ADFC hat seine Forderung in einer Fotomontage dargestellt. Die Schnellverbindung soll über Albertstraße, Carolabrücke und St. Petersburger Straße führen. Und um die Radstraße aufnahmefähig zu machen, soll sie auf der Albertstraße eine Fahrspur breit werden, die dem Autoverkehr abgenommen wird (siehe Bild). Für die Autolobby ist das sicher eine Provokation, aber die jetzigen Radwege sind auch verkehrliche Sündenfälle.
Die Pläne sollen nichts kosten
Die Verbindung über Albertstraße und Carolabrücke ist auch in dem Netzplan der Stadt enthalten. „Aber es sind keine baulichen Maßnahmen geplant“, bemängelte Gähler: „So ist es fast überall: Es soll zwar alles schön werden, aber nichts kosten.“
Das war auch schon bei der Präsentation der Pläne vor den städtischen Gremien deutlich geworden. In dem insgesamt 51 Kilometer langen Netz waren 81 Stellen ausgewiesen, an denen zum Teil starke Verbesserungen nötig wären. Johann Schmidt vom Stadtplanungsamt schätzte die Kosten für die Reparaturen auf 1,5 Millionen Euro. Es stünden aber zunächst nur 27000 Euro für kleinere Maßnahmen zur Verfügung.
Das Konzept ist drei Jahre alt
Beim ADFC kommt der Plan überhaupt nicht als fahrradfreundliche Offensive der Stadt an. „Im Jahr 2007 wurde uns das Konzept einmal kurz vorgestellt. Seitdem ist nichts geschehen“, berichtet Gähler. Der Stadtrat hatte ein Fahrradkonzept für Dresden schon im Jahr 2005 in Auftrag gegeben. Der Plan für die Innenstadt ist eine erste Antwort der Verwaltung darauf.
Das Besondere an der Augustusroute: Sie führt weitgehend über Strecken, auf denen Fußgänger Vorrang haben: Vom Albertplatz zunächst über die Hauptstraße, auf die Augustbrücke sollen Radstreifen kommen, am Residenzschloss durch das Georgentor und schließlich noch über die Einkaufszone Prager Straße (die SZ berichtete).
ADFC-Sprecher Konrad Gähler fällt ein vernichtendes Urteil: „Der Radstreifen auf der Brücke ist ja ganz schön. Aber insgesamt ist die Strecke als Radroute untauglich.“ Überall komme es zu Konflikten mit Fußgängern. Damit sei die Strecke gefährlich. Und Radfahrer kämen darauf nicht voran, wenn sie das nötige Mindestmaß an Rücksichtnahme aufbrächten.
Der ADFC hat seine Forderung in einer Fotomontage dargestellt. Die Schnellverbindung soll über Albertstraße, Carolabrücke und St. Petersburger Straße führen. Und um die Radstraße aufnahmefähig zu machen, soll sie auf der Albertstraße eine Fahrspur breit werden, die dem Autoverkehr abgenommen wird (siehe Bild). Für die Autolobby ist das sicher eine Provokation, aber die jetzigen Radwege sind auch verkehrliche Sündenfälle.
Die Pläne sollen nichts kosten
Die Verbindung über Albertstraße und Carolabrücke ist auch in dem Netzplan der Stadt enthalten. „Aber es sind keine baulichen Maßnahmen geplant“, bemängelte Gähler: „So ist es fast überall: Es soll zwar alles schön werden, aber nichts kosten.“
Das war auch schon bei der Präsentation der Pläne vor den städtischen Gremien deutlich geworden. In dem insgesamt 51 Kilometer langen Netz waren 81 Stellen ausgewiesen, an denen zum Teil starke Verbesserungen nötig wären. Johann Schmidt vom Stadtplanungsamt schätzte die Kosten für die Reparaturen auf 1,5 Millionen Euro. Es stünden aber zunächst nur 27000 Euro für kleinere Maßnahmen zur Verfügung.
Das Konzept ist drei Jahre alt
Beim ADFC kommt der Plan überhaupt nicht als fahrradfreundliche Offensive der Stadt an. „Im Jahr 2007 wurde uns das Konzept einmal kurz vorgestellt. Seitdem ist nichts geschehen“, berichtet Gähler. Der Stadtrat hatte ein Fahrradkonzept für Dresden schon im Jahr 2005 in Auftrag gegeben. Der Plan für die Innenstadt ist eine erste Antwort der Verwaltung darauf.







