Dresden
Donnerstag, 7. Januar 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Elefantendame Schöpfi wird immer schwächer
Nadja Laske
Die 50-jährige Elefantenkuh hat Gewicht verloren. Der Zoodirektor rechnet damit, dass ihr Leben zu Ende geht.
Während die drei Elefantendamen Drumbo, Lulu und Mogli die Rüssel zusammenstecken, lässt sich Schöpfi ausgiebig umsorgen. Ihre Pfleger haben dieser Tage vor allem ein Ziel: Alles tun, damit es der hochbetagten asiatischen Elefantenkuh gut geht – so gut wie nur möglich in ihrem Zustand.
Denn Schöpfi macht das Alter schwer zu schaffen. Am 21. Oktober ist sie 50 Jahre alt geworden. Das sei, so sagte ihr langjähriger Pfleger Jörg Burger damals, als sei ein Mensch 80 oder gar 100 Jahre. „Sie hat wirklich stark abgebaut. Vor allem an den Weihnachtstagen wollte sie kaum mehr fressen“, sagt Zoodirektor Karl-Heinz Ukena. Auf einem Schild im Elefantenhaus ist ihr Gewicht von einst zu lesen: 3 290 Kilogramm. Inzwischen wiege sie nur noch 3 050 Kilo. Dass sie bis Herbst bereits rund 40 Kilo leichter geworden war, hat die Tierpfleger nicht all zu sehr beunruhigt. Jetzt aber bringt Schöpfi ganze 200 Kilogramm weniger auf die Waage. Das ist auch für den Zoochef alarmierend.
Entzündungen der Haut
„Wir haben zwei Tierärzte aus Halle und Leipzig um Unterstützung gebeten“, so Ukena. Die Veterinäre kennen sich mit alten Elefanten besser aus, haben auch schon die Erfahrung gemacht, einen Dickhäuter einschläfern zu müssen. Mit diesem Gedanken mag Karl-Heinz Ukena nicht wirklich spielen, aber er muss die Möglichkeit ins Auge fassen. Schließlich leidet Schöpfi an offenen Stellen der Haut, die sich entzünden und schmerzen. „Einen Abszess hat sie schon länger, er muss regelmäßig gespült werden. Nun haben wir eine Eiterstelle am Fuß entdeckt, die dringend behandelt werden muss. Das alles sind Zeichen.“
Gestern Mittag wirkte Schöpfi in ihrem Gehege mit sich und der Welt ganz im Einklang. Sie genoss die Streicheleinheiten der Pflegerin, hatte zwar keine Lust, ihr mit dem Rüssel eine Semmel aus der Hand zu nehmen, ließ sie sich aber ins Maul stecken. Dann nahm sie ihr gemächliches Schaukeln wieder auf, ihr Körper schwankte im ruhigen Rhythmus von links nach rechts. Herumlaufen mochte sie nicht. Gelegentlich wackelte sie mit den Ohren, die voller Pünktchen sind, ähnlich wie die Altersflecken bei betagten Menschen. Schulter- und Beckenknochen treten unter der ledrigen Haut der Elefantendame stark hervor – ein Merkmal für den Gewichtsverlust.
Endlich wieder mehr Appetit
Ob sie Schmerzen hat, kann die greise Schöpfi natürlich nicht sagen. Wenn, dann sei das aber an ihrem Verhalten zu bemerken, versichert Karl-Heinz Ukena. Sie werde auch regelmäßig untersucht. In den letzten Tagen habe sich ihr Zustand nicht dramatisch verschlimmert, sie zeige auch wieder mehr Appetit. Dennoch: „Es kann sein, dass Schöpfi eines Morgens einfach nicht wieder wach wird“, sagt der Zoodirektor. „Für diesen Fall haben wir Kontakt mit der Feuerwehr aufgenommen. Sie müsste den toten Elefanten transportieren.“
Denn Schöpfi macht das Alter schwer zu schaffen. Am 21. Oktober ist sie 50 Jahre alt geworden. Das sei, so sagte ihr langjähriger Pfleger Jörg Burger damals, als sei ein Mensch 80 oder gar 100 Jahre. „Sie hat wirklich stark abgebaut. Vor allem an den Weihnachtstagen wollte sie kaum mehr fressen“, sagt Zoodirektor Karl-Heinz Ukena. Auf einem Schild im Elefantenhaus ist ihr Gewicht von einst zu lesen: 3 290 Kilogramm. Inzwischen wiege sie nur noch 3 050 Kilo. Dass sie bis Herbst bereits rund 40 Kilo leichter geworden war, hat die Tierpfleger nicht all zu sehr beunruhigt. Jetzt aber bringt Schöpfi ganze 200 Kilogramm weniger auf die Waage. Das ist auch für den Zoochef alarmierend.
Entzündungen der Haut
„Wir haben zwei Tierärzte aus Halle und Leipzig um Unterstützung gebeten“, so Ukena. Die Veterinäre kennen sich mit alten Elefanten besser aus, haben auch schon die Erfahrung gemacht, einen Dickhäuter einschläfern zu müssen. Mit diesem Gedanken mag Karl-Heinz Ukena nicht wirklich spielen, aber er muss die Möglichkeit ins Auge fassen. Schließlich leidet Schöpfi an offenen Stellen der Haut, die sich entzünden und schmerzen. „Einen Abszess hat sie schon länger, er muss regelmäßig gespült werden. Nun haben wir eine Eiterstelle am Fuß entdeckt, die dringend behandelt werden muss. Das alles sind Zeichen.“
Gestern Mittag wirkte Schöpfi in ihrem Gehege mit sich und der Welt ganz im Einklang. Sie genoss die Streicheleinheiten der Pflegerin, hatte zwar keine Lust, ihr mit dem Rüssel eine Semmel aus der Hand zu nehmen, ließ sie sich aber ins Maul stecken. Dann nahm sie ihr gemächliches Schaukeln wieder auf, ihr Körper schwankte im ruhigen Rhythmus von links nach rechts. Herumlaufen mochte sie nicht. Gelegentlich wackelte sie mit den Ohren, die voller Pünktchen sind, ähnlich wie die Altersflecken bei betagten Menschen. Schulter- und Beckenknochen treten unter der ledrigen Haut der Elefantendame stark hervor – ein Merkmal für den Gewichtsverlust.
Endlich wieder mehr Appetit
Ob sie Schmerzen hat, kann die greise Schöpfi natürlich nicht sagen. Wenn, dann sei das aber an ihrem Verhalten zu bemerken, versichert Karl-Heinz Ukena. Sie werde auch regelmäßig untersucht. In den letzten Tagen habe sich ihr Zustand nicht dramatisch verschlimmert, sie zeige auch wieder mehr Appetit. Dennoch: „Es kann sein, dass Schöpfi eines Morgens einfach nicht wieder wach wird“, sagt der Zoodirektor. „Für diesen Fall haben wir Kontakt mit der Feuerwehr aufgenommen. Sie müsste den toten Elefanten transportieren.“








