Dresden
Mittwoch, 10. Februar 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
NEUSTADT
Einkaufszentrum am Hochhaus geplant
Im früheren DVB-Hochhaus am Albertplatz sollen Büros und Wohnungen entstehen. Daneben sind Läden und ein Stadtplatz vorgesehen.
Entwurf für den Albertpark, das an das Hochhaus angebaute Einkaufszentrum am Albertplatz. Modell: Dresden-Bau Foto: Morgenpost
In sz-online
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Für das brach liegende Hochhaus am Albertplatz und die benachbarte Freifläche gibt es ein neues Konzept. In das ehemalige DVB-Hochhaus selbst soll im Erdgeschoss Gastronomie einziehen. Darüber sind vier Büroetagen geplant. Ab dem fünften Stock des Elf-Geschossers werden Wohnungen eingerichtet. Die Fassade werde insgesamt wiederhergestellt.
Ebenso bedeutend wie die Wiederbelebung des mit 91 Jahren ältesten Dresdner Hochhauses überhaupt ist das Konzept für die Freifläche daneben entlang der Antonstraße. Hier soll ein Einkaufszentrum für die Neustadt entstehen. Es ist in Form eines U geplant, wobei die Schenkel einen neuen Stadtplatz mit Bäumen, Wasserspielen und Arkadengängen einfassen.
Große Verkaufsfläche geplant
Dieses Konzept für das Hochhaus-Areal wurde neu von der Dresden-Bau und Projektierungs GmbH entwickelt, die das Hochhaus im Jahr 2006 von den Dresdner Verkehrsbetrieben gekauft hatte. Architektin Regine Töberich als Geschäftsführerin erläuterte der SZ den Plan gestern. „Albertpark“ ist der Arbeitsname für das Projekt.
Für das Geschäftszentrum plant sie eine Verkaufsfläche von insgesamt 7000 Quadratmetern. Dabei soll ein Vollsortimenter wie etwa Kaufland allein 5000 Quadratmeter auf zwei Etagen bekommen. Zusätzlich könnte eventuell ein Drogeriemarkt mit tausend Quadratmetern einziehen. Weitere kleine Läden könnten an den Flanken des Platzes unterkommen. Eine Tiefgarage mit 473 Stellplätzen auf zwei Etagen ergänzt den Komplex. Sie soll überwacht sein und für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
„Dieser Komplex soll auf keinen Fall wie ein typischer Supermarkt aussehen. Wir planen eine extrem hochwertige Fassade mit viel Glas und Naturstein, um dem Gelände ein anziehendes Gepräge zu geben“, erklärte Regine Töberich.
Für die Belegung der Läden sicherte sie zu, dass damit keine Kaufkraft aus der Neustadt abgezogen werde. Es solle vielmehr endlich eine attraktive Einkaufsmöglichkeit direkt in der Neustadt entstehen, sodass Fahrten zum Elbepark oder andere Zentren überflüssig würden.
Positive Bewertungen
Das Konzept wurde bereits den meisten im Bauausschuss vertretenen Stadträten vorgestellt, berichtete Regine Töberich. Morgen Abend um 20 Uhr wird es im Hochhaus öffentlich präsentiert.
Das Denkmalamt habe das Konzept als sehr ansprechend begrüßt. Auch das Planungsamt stehe der Sache grundsätzlich positiv gegenüber, berichtete die Geschäftsführerin. Allerdings stoße es sich an der Größe der Verkaufsfläche. Wenn es unbedingt nötig sein solle, werde man die noch verringern.
Die Dresden-Bau setzt darauf, dass die Maßnahme ohne neuen Bebauungsplan begonnen werden kann. So solle eine Verzögerung um zwei bis drei Jahre vermieden werden. Das Hochhaus, das bereits seit 1996 leer steht, sei schon erheblich in Mitleidenschaft gezogen und halte kaum noch weiteren Verzug aus. Nach der Fertigstellung soll der Komplex an einen Investor verkauft werden, der Erfahrung mit Einkaufszentren und Wohnanlagen hat. Der Name blieb vorerst unter Verschluss. Stefan Rössel
Ebenso bedeutend wie die Wiederbelebung des mit 91 Jahren ältesten Dresdner Hochhauses überhaupt ist das Konzept für die Freifläche daneben entlang der Antonstraße. Hier soll ein Einkaufszentrum für die Neustadt entstehen. Es ist in Form eines U geplant, wobei die Schenkel einen neuen Stadtplatz mit Bäumen, Wasserspielen und Arkadengängen einfassen.
Große Verkaufsfläche geplant
Dieses Konzept für das Hochhaus-Areal wurde neu von der Dresden-Bau und Projektierungs GmbH entwickelt, die das Hochhaus im Jahr 2006 von den Dresdner Verkehrsbetrieben gekauft hatte. Architektin Regine Töberich als Geschäftsführerin erläuterte der SZ den Plan gestern. „Albertpark“ ist der Arbeitsname für das Projekt.
Für das Geschäftszentrum plant sie eine Verkaufsfläche von insgesamt 7000 Quadratmetern. Dabei soll ein Vollsortimenter wie etwa Kaufland allein 5000 Quadratmeter auf zwei Etagen bekommen. Zusätzlich könnte eventuell ein Drogeriemarkt mit tausend Quadratmetern einziehen. Weitere kleine Läden könnten an den Flanken des Platzes unterkommen. Eine Tiefgarage mit 473 Stellplätzen auf zwei Etagen ergänzt den Komplex. Sie soll überwacht sein und für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
„Dieser Komplex soll auf keinen Fall wie ein typischer Supermarkt aussehen. Wir planen eine extrem hochwertige Fassade mit viel Glas und Naturstein, um dem Gelände ein anziehendes Gepräge zu geben“, erklärte Regine Töberich.
Für die Belegung der Läden sicherte sie zu, dass damit keine Kaufkraft aus der Neustadt abgezogen werde. Es solle vielmehr endlich eine attraktive Einkaufsmöglichkeit direkt in der Neustadt entstehen, sodass Fahrten zum Elbepark oder andere Zentren überflüssig würden.
Positive Bewertungen
Das Konzept wurde bereits den meisten im Bauausschuss vertretenen Stadträten vorgestellt, berichtete Regine Töberich. Morgen Abend um 20 Uhr wird es im Hochhaus öffentlich präsentiert.
Das Denkmalamt habe das Konzept als sehr ansprechend begrüßt. Auch das Planungsamt stehe der Sache grundsätzlich positiv gegenüber, berichtete die Geschäftsführerin. Allerdings stoße es sich an der Größe der Verkaufsfläche. Wenn es unbedingt nötig sein solle, werde man die noch verringern.
Die Dresden-Bau setzt darauf, dass die Maßnahme ohne neuen Bebauungsplan begonnen werden kann. So solle eine Verzögerung um zwei bis drei Jahre vermieden werden. Das Hochhaus, das bereits seit 1996 leer steht, sei schon erheblich in Mitleidenschaft gezogen und halte kaum noch weiteren Verzug aus. Nach der Fertigstellung soll der Komplex an einen Investor verkauft werden, der Erfahrung mit Einkaufszentren und Wohnanlagen hat. Der Name blieb vorerst unter Verschluss. Stefan Rössel







