Dresden
Sonntag, 5. Dezember 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
AUS DEM GERICHTSSAAL
Döner-Überfall: Überraschende Schuldsprüche
Von Alexander Schneider
Drei Angeklagte wurden zu jeweils einem Jahr und vier Monaten verurteilt, weil sie an Angriffen auf türkische Lokale beteiligt waren.
Überraschung im Landgericht Dresden: FelixM. (21) und Marco R. (22) wurden dort am Freitag wegen Landfriedensbruchs in einem besonders schweren Fall zu Jugendstrafen von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Das Gericht war überzeugt, dass sie im Juni 2008 an den Angriffen auf vier türkische Lokale in der Neustadt beteiligt waren. Mehrere Dutzend vermummter Schläger hatten mehrere Menschen verletzt und die Läden demoliert. Die rassistische Tat nach einem EM-Halbfinalspiel hatte Entsetzen ausgelöst.
Der Prozess vor der Jugendkammer war eine Berufung. Die Angeklagten waren 2009 am Amtsgericht Dresden wegen Zweifels an ihrer Tatbeteiligung freigesprochen worden. Nur der Mitangeklagte ToniL. (22) wurde zu einer 16-monatigen Jugendstrafe verurteilt. Dessen Berufung hat das Landgericht zurückgewiesen. Richterin Michaela Kessler hatte keine Zweifel an der Beteiligung der Angeklagten, FelixM. sei die rechte Hand des in dieser Sache zu einer zweieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilten Willi K. (23) gewesen.
Der Prozess vor der Jugendkammer war eine Berufung. Die Angeklagten waren 2009 am Amtsgericht Dresden wegen Zweifels an ihrer Tatbeteiligung freigesprochen worden. Nur der Mitangeklagte ToniL. (22) wurde zu einer 16-monatigen Jugendstrafe verurteilt. Dessen Berufung hat das Landgericht zurückgewiesen. Richterin Michaela Kessler hatte keine Zweifel an der Beteiligung der Angeklagten, FelixM. sei die rechte Hand des in dieser Sache zu einer zweieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilten Willi K. (23) gewesen.








