Dresden
Samstag, 13. September 2008
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Der Retter des Neumarkt-Barocks
Von Bettina Klemm
Torsten Kulke von der Gesellschaft historischer Neumarkt kämpft um alte Bürgerhäuser. Mit einem eigenen Haus will er jetzt das Original wiederbeleben.
Mit dem Haus Rampische Straße 29 will Torsten Kulke ein Zeichen setzen. „Wir wollen dieses typisch barocke Bürgerhaus wiederauferstehen lassen“, kündigt der Vize-Vorsitzende der Gesellschaft Historischer Neumarkt an.
Der 43-jährige Dresdner wird nicht müde, Bausünden oder solche, die sein Verein dafür hält, anzuprangern. Von seinem Großvater, der die Bombenangriffe auf Dresden miterlebt hat, habe er viel vom alten Dresden erfahren. Die Liebe zur Stadt versucht er nun auch seinen Kindern zu vermitteln. Beruflich führt er ein Unternehmen für Haustechnik. Anliegen seines Vereins, dem etwa 750 Mitglieder angehören, ist es, rund um die Frauenkirche ein möglichst historisches Bild entstehen zu lassen. Deshalb sollen die Gebäude, zumindest wenn es genügend Fakten dazu gibt, nach altem Vorbild errichtet werden. Im Idealfall zählen dazu nicht nur die Fassaden, sondern auch die Treppenhäuser und der Erhalt der Innenhöfe. „In Anbetracht vieler gesichtsloser Neubauten im Dresdner Zentrum sehen wir darin die letzte Chance, der Stadt ihre Identität und ein bürgerfreundliches Zentrum zurückzugeben“, sagt Kulke.
Wohnungen für Studenten
Um nicht nur zu mahnen, hat die Gesellschaft 2005 für rund 400000 Euro das Grundstück Rampische Straße 29 erworben. Weitere 1,6 Millionen Euro kostet der originalgetreue Wiederaufbau. 636000 Euro wurden bisher als Spenden zusammengetragen. Weitere Spender werden dringend gesucht. Das Haus stammt aus der Renaissance und wurde 1716 bis 1718 von dem Architekten George Haase für den Hofkoch von August dem Starken völlig umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg war das Haus ausgebrannt und wurde 1956 gesprengt.
„Wir haben jetzt das Erdgeschoss fertiggestellt“, erläutert Architekt Martin Trux und zeigt die erhaltenen Keller und den Raum für das künftige Café. Das Haus sei typisch für den Neumarkt. Weil die Grundstücke für die Bürgerhäuser in der Regel sehr schmal sind, wurde in der Mitte des Hauses ein Innenhof errichtet, um für ausreichend Licht zu sorgen. Der Wiederaufbau soll 2009 beendet werden, sagt Kulke. Vorgesehen sind zehn Wohnungen für Studenten der Musikhochschule. Die Mieten zwischen 200 und 250 Euro sollen vom Verein gestützt werden. Unter dem Dach entstehen zwei Wohnungen für Gastdozenten. Im Erdgeschoss sind ein Café und der Sitz des Neumarktvereins vorgesehen.
Am Sonntag kann die Baustelle Rampische Straße 29 von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden.
Der 43-jährige Dresdner wird nicht müde, Bausünden oder solche, die sein Verein dafür hält, anzuprangern. Von seinem Großvater, der die Bombenangriffe auf Dresden miterlebt hat, habe er viel vom alten Dresden erfahren. Die Liebe zur Stadt versucht er nun auch seinen Kindern zu vermitteln. Beruflich führt er ein Unternehmen für Haustechnik. Anliegen seines Vereins, dem etwa 750 Mitglieder angehören, ist es, rund um die Frauenkirche ein möglichst historisches Bild entstehen zu lassen. Deshalb sollen die Gebäude, zumindest wenn es genügend Fakten dazu gibt, nach altem Vorbild errichtet werden. Im Idealfall zählen dazu nicht nur die Fassaden, sondern auch die Treppenhäuser und der Erhalt der Innenhöfe. „In Anbetracht vieler gesichtsloser Neubauten im Dresdner Zentrum sehen wir darin die letzte Chance, der Stadt ihre Identität und ein bürgerfreundliches Zentrum zurückzugeben“, sagt Kulke.
Wohnungen für Studenten
Um nicht nur zu mahnen, hat die Gesellschaft 2005 für rund 400000 Euro das Grundstück Rampische Straße 29 erworben. Weitere 1,6 Millionen Euro kostet der originalgetreue Wiederaufbau. 636000 Euro wurden bisher als Spenden zusammengetragen. Weitere Spender werden dringend gesucht. Das Haus stammt aus der Renaissance und wurde 1716 bis 1718 von dem Architekten George Haase für den Hofkoch von August dem Starken völlig umgebaut. Im Zweiten Weltkrieg war das Haus ausgebrannt und wurde 1956 gesprengt.
„Wir haben jetzt das Erdgeschoss fertiggestellt“, erläutert Architekt Martin Trux und zeigt die erhaltenen Keller und den Raum für das künftige Café. Das Haus sei typisch für den Neumarkt. Weil die Grundstücke für die Bürgerhäuser in der Regel sehr schmal sind, wurde in der Mitte des Hauses ein Innenhof errichtet, um für ausreichend Licht zu sorgen. Der Wiederaufbau soll 2009 beendet werden, sagt Kulke. Vorgesehen sind zehn Wohnungen für Studenten der Musikhochschule. Die Mieten zwischen 200 und 250 Euro sollen vom Verein gestützt werden. Unter dem Dach entstehen zwei Wohnungen für Gastdozenten. Im Erdgeschoss sind ein Café und der Sitz des Neumarktvereins vorgesehen.
Am Sonntag kann die Baustelle Rampische Straße 29 von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden.







