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Dresden
Freitag, 30. Juli 2010
(Sächsische Zeitung)

Blaues Wunder soll wieder blau werden

Von Peter Hilbert

Spezialisten entfernen den Rost von der Loschwitzer Brücke, reinigen sie und streichen die Stellen neu.

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Daniel Süsse geht mit seinem Sprühgerät im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochdruck gegen Schmutz und Rost unterm Blauen Wunder vor. Die Spezialisten der Cunewalder Firma Kurze bearbeiten zuerst verrostete Stellen und bringen dann frische Farbe auf. Foto: Thomas Türpe

Oberlausitzer Spezialisten rücken derzeit dem Rost am Blauen Wunder zu Leibe. „Bei der Brückenhauptprüfung 2009 wurden diese Schäden festgestellt“, erläutert Straßenbauamtschef ReinhardKoettnitz. Jetzt werden sie von der Firma Kurz Korrosions- und Oberflächenschutz aus Cunewalde bei Bautzen beseitigt.

Rostschäden gibt es an Knotenpunkten, an denen zwei Stahlprofile miteinander verbunden sind. In die dortigen Spalte hat sich die Korrosion vorgearbeitet. Zu Durchrostungs-Erscheinungen ist es lautKoettnitz auch an Trägern, Kanten und Bauteilen gekommen, wo sich Schmutz abgelagert hat. So an der Unterseite der Loschwitzer Brücke. Dafür haben auch Tauben mit ihren Hinterlassenschaften gesorgt.

„Zuerst werden die betroffenen Bereiche gereinigt“, erklärt der Amtschef das Vorgehen. Unter dem Blauen Wunder geschieht das derzeit mit einem Hochdruck-Wasserstrahl.

Aber auch mit trockenen Verfahren werden Schmutz und Rost beseitigt, oberhalb der Fahrbahn ohnehin generell. Dafür setzten die Spezialisten verschiedene Werkzeuge ein. So wird Rost mit maschinell angetrieben Hämmern abgeschlagen. Mit Schleifgeräten wird in den Spalten der Stahlprofile gegen Korrosion vorgegangen. „Besonders schwierige Stellen werden mit der Hand entrostet. Dazu verwendet man Drahtbürsten oder Hammer und Meißel“, sagt Amtsleiter Koettnitz.

Zuletzt wird wieder Farbe aufgetragen. Das soll bis Ende September dauern. Zwei Grund- und eine Zwischenschicht sowie der Deckanstrich in einer Gesamtstärke von 320 Mikrometern sollen vor Rost schützen. Zum Schluss werde natürlich das für die Brücke typische Blau aufgetragen. Einen komplett neuen Farbanstrich wird das Blaue Wunder jedoch erst 2015 erhalten. Für die jetzige Anti-Rost-Aktion greift das städtische Straßenbauamt tief in die Tasche und investiert rund 177000 Euro.



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