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Dresden
Freitag, 12. März 2010
(Sächsische Zeitung)

INNERE NEUSTADT

Alternativprojekt für die Hauptstraße vorgelegt

Stefan Rössel

Ein ungenannter Investor will modern bauen und trotzdem Rücksicht auf das Barockviertel nehmen.

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Der vom Neumarktverein vorgelegte Entwurf für die Hauptstraße am Eingang zum Obergraben (l.) hat eine gegliederte Fassade. Visualisierung: GHND ohne weitere Quelle

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) hat bei ihrer Kritik an den geplanten Neubauten für die Hauptstraße nachgelegt und neue Alternativpläne präsentiert. Es sind angeblich Entwürfe eines deutschen Investors, der das Areal an Heinrichstraße und Obergraben bebauen möchte.

Torsten Kulke von der GHND sagte der SZ, der Investor wolle sich selbst nicht zeigen, solange das Projekt des Bauträgers Florana kurz vor der Genehmigung steht. Der Mann sei aber „kein Phantom“, versicherte Kulke.

Bei der jetzt vorgelegten Alternative handelt es sich ebenfalls um einen modernen Entwurf. Ein Unterschied zu dem vor der Genehmigung stehenden Plan liege jedoch „in dem Respekt und in der Achtung des historischen Barockviertels, welches direkt anschließt“, heißt es in einer Erklärung des Vorstands der GHND.

Im Einzelnen wird darauf hingewiesen, dass sich die Neubauten trotz ihrer modernen Form am Barockviertel orientieren und es dadurch „wertschätzen“. Dazu wird Kleinteiligkeit in der Gestaltung von jeweils drei getrennten Fassaden statt einem geschlossenen Block angeführt. Sie unterschieden sich in Höhe und Form. Die Fensterformate sind vertikal gehalten und gerahmt. Darüber hinaus sind Steildächer mit Gauben für die Dachwohnungen vorgesehen.

Kulke sagte, der Neumarktverein könne diesem Entwurf des Investors zustimmen, obwohl er modern sei. Er zeige nämlich, dass man „keinen Plattenbauentwurf“ brauche, um in der Erdgeschosszone funktionale Schaufensterfronten auszubilden. In Funktionalität und Wirtschaftlichkeit sei er dem Florana-Konzept ebenbürtig und vielleicht sogar weit überlegen. Der Raumverlust durch das Schrägdach sei im Übrigen minimal.

Dass der Verein den Plan vorlegt, begründete Kulke mit der Absicht, dass der Öffentlichkeit „alle möglichen Alternativen“ bekannt sein sollen, wenn Verwaltung, Stadtrat und Investor über das Vorhaben entscheiden.



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