Dienstag, 16. März 2010
(Döbelner Anzeiger)
(Döbelner Anzeiger)
MITTELSACHSEN
Neue Debatte über Kennzeichen
Von Petra Schumann
Ein Professor aus Heilbronn befürwortet die alten Buchstabenkombinationen.
Kehren „DL“, „HC“, „MW“ und „RL“ bald auf die Kfz-Kennzeichen-Schilder zurück? Ginge es nach Professor Ralf Bochert, dann wäre dem so. Der Dekan der Fakultät für Wirtschaft an der Hochschule in Heilbronn hat eine deutschlandweite Initiative zur Wiedereinführung der durch Kreisreformen abgeschafften Kennzeichen losgetreten. In Mittelsachsen stößt die Aktion prompt auf Zustimmung.
Mit dem Verlust des Kennzeichens „geht ein ganzes Stück eigene Identität verloren, und auch die wirtschaftliche oder touristische Vermarktung gestaltet sich nach einer ‚Einverleibung’ durchaus schwieriger“, sagt Bochert. Das Forschungsprojekt an der Hochschule Heilbronn sieht für April bereits Umfragen in Städten vor. „Die Ergebnisse werden in einer Studie im Juni veröffentlicht“, sagt Bochert, wohl wissend, dass verbindliche Entscheidungen nur auf politischer Ebene getroffen werden.
Bürgermeister angeschrieben
350 Bürgermeister hat er angeschrieben. Und schon Rückhalt aus 85 Rathäusern von A wie Alsfeld bis Z wie Zittau erfahren. Auch Hainichen und Mittweida sind unter den Befürwortern. „MW verbindet“, findet Matthias Damm (CDU), Oberbürgermeister in Mittweida. Das zeige Verbundenheit mit der Region. Benjamin Karabinski, Chef des FDP-Kreisverbandes Freiberg, der im mittelsächsischen Kennzeichenstreit 2009 erfolgreich für die Beibehaltung des Kürzels „FG“ gekämpft hatte, will nicht an alte Kreisstrukturen erinnern – und neuen Streit schon gar nicht.
Rocco Werner, der damals mit einem Bürgerentscheid das Kennzeichen „MSN“ erzwingen wollte, jedoch am Votum der Wähler scheiterte, sieht das anders. Sein Auto ziert noch das DL. Und wenn das auf Dauer möglich wäre, würde der stellvertretende Bürgermeister in Döbeln schon frohlocken.
Mit dem Verlust des Kennzeichens „geht ein ganzes Stück eigene Identität verloren, und auch die wirtschaftliche oder touristische Vermarktung gestaltet sich nach einer ‚Einverleibung’ durchaus schwieriger“, sagt Bochert. Das Forschungsprojekt an der Hochschule Heilbronn sieht für April bereits Umfragen in Städten vor. „Die Ergebnisse werden in einer Studie im Juni veröffentlicht“, sagt Bochert, wohl wissend, dass verbindliche Entscheidungen nur auf politischer Ebene getroffen werden.
Bürgermeister angeschrieben
350 Bürgermeister hat er angeschrieben. Und schon Rückhalt aus 85 Rathäusern von A wie Alsfeld bis Z wie Zittau erfahren. Auch Hainichen und Mittweida sind unter den Befürwortern. „MW verbindet“, findet Matthias Damm (CDU), Oberbürgermeister in Mittweida. Das zeige Verbundenheit mit der Region. Benjamin Karabinski, Chef des FDP-Kreisverbandes Freiberg, der im mittelsächsischen Kennzeichenstreit 2009 erfolgreich für die Beibehaltung des Kürzels „FG“ gekämpft hatte, will nicht an alte Kreisstrukturen erinnern – und neuen Streit schon gar nicht.
Rocco Werner, der damals mit einem Bürgerentscheid das Kennzeichen „MSN“ erzwingen wollte, jedoch am Votum der Wähler scheiterte, sieht das anders. Sein Auto ziert noch das DL. Und wenn das auf Dauer möglich wäre, würde der stellvertretende Bürgermeister in Döbeln schon frohlocken.






