Chemnitz
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der Chemnitzer Morgenpost
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Donnerstag, 18. März 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
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Zu viele Miezen! Tierheimchefin fordert eine Kastrationspflicht
PLAUEN - Zwei- bis dreimal im Jahr Nachwuchs, und das nicht zu knapp - Katzen kennen kein Demografieprob-lem. Rund 200 Stubentiger sind derzeit im Tierheim Kandelhof (bei Plauen) zu Hause. Tierheimchefin Karin Oettmeier schlägt Alarm, fordert die Zwangskastration!
Katzenbabys sind so niedlich. Und nun sollen sie unters Messer? Ja, fordern ausgerechnet Tierschützer, denn es gibt zu viele Katzen. So entzückend sie auch sind, nicht alle finden liebevolle Besitzer. Viele werden einfach ausgesetzt. Sie verwildern, verenden oft an Infektionskrankheiten.
„Eine Kastrationspflicht für frei laufende Katzen muss her“, fordert deshalb Karin Oettmeier, die sich seit 20 Jahren um Miezen in Not kümmert. „Viele nehmen das Leid der Katzen im Ausland wahr, die dramatische Situation hier wird aber übersehen. Es ist Zeit, zu handeln“, mahnt auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel.
Frau Oettmeier graut es vor den nächs-ten Wochen: Denn mit Frühlingsbeginn droht die jährliche „Katzenschwemme“. Im letzten Jahr kamen rund 100 Katzen dazu. Bei aller Tierliebe - finanziell ist das eine harte Nuss: So kostet allein die Kater-Kastration 60, die Katzen-Sterilisation 150 Euro. Erst kürzlich bekam das Tierheim mit einem Mal 37 Katzen, gerettet aus einer verwahrlosten Wohnung. Allein diese Miezen kosten das Tierheim rund 5000 Euro.
„In Sachsen gibt es keine Fundtierregelung“, schimpft Frau Oettmeier. „Niemand will sich den Hut aufsetzen!“ Dagegen übernehmen in Brandenburg, Bayern, Sachsen-Anhalt, ja sogar wenige Kilometer vom Tierheim entfernt, in Thüringen, die Kommunen die Kosten für Fundkatzen für die ersten 28 Tage.
DK
„Eine Kastrationspflicht für frei laufende Katzen muss her“, fordert deshalb Karin Oettmeier, die sich seit 20 Jahren um Miezen in Not kümmert. „Viele nehmen das Leid der Katzen im Ausland wahr, die dramatische Situation hier wird aber übersehen. Es ist Zeit, zu handeln“, mahnt auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel.
Frau Oettmeier graut es vor den nächs-ten Wochen: Denn mit Frühlingsbeginn droht die jährliche „Katzenschwemme“. Im letzten Jahr kamen rund 100 Katzen dazu. Bei aller Tierliebe - finanziell ist das eine harte Nuss: So kostet allein die Kater-Kastration 60, die Katzen-Sterilisation 150 Euro. Erst kürzlich bekam das Tierheim mit einem Mal 37 Katzen, gerettet aus einer verwahrlosten Wohnung. Allein diese Miezen kosten das Tierheim rund 5000 Euro.
„In Sachsen gibt es keine Fundtierregelung“, schimpft Frau Oettmeier. „Niemand will sich den Hut aufsetzen!“ Dagegen übernehmen in Brandenburg, Bayern, Sachsen-Anhalt, ja sogar wenige Kilometer vom Tierheim entfernt, in Thüringen, die Kommunen die Kosten für Fundkatzen für die ersten 28 Tage.
DK







