Chemnitz
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der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Mittwoch, 14. Dezember 2011
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Zirkus räumte Gelände, Tiere blieben zurück
Das Hickhack um das geplante Winterquartier des Zirkus Afrika geht weiter. Gestern räumte die Zirkusfamilie einen Teil des Geländes. „Die Tiere können nicht so schnell weggeschafft werden. Wir haben bisher kein Ausweichquartier gefunden“, sagt Zirkus-Chef Harry Weisheit (46).
Meerane. Das Chemnitzer Verwaltungsgericht hatte entschieden, dass die Stadt das Gelände wegen fehlender Rettungswege und ungeklärter Abwasserbeseitigung räumen lassen könne. Der Zirkus reichte Beschwerde ein. Jetzt prüft das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen die Entscheidung. „Wir haben die Stadt aufgefordert, bis morgen Mittag dazu eine Stellungnahme abzugeben. Danach entscheiden wir“, sagt OVG-Sprecher Peter Kober (49).
Sie wollen nicht aufgeben
„Die Stadt hat uns 10.000 Euro Strafe angedroht, wenn wir nicht gehen“, sagt Harry Weisheit. Deshalb zog ein Großteil der Zirkusleute gestern ab, kam bei Freunden in Crimmitschau unter. Aufgeben wollen sie aber nicht. „Wir verschanzen uns in den zwei verbliebenen Wagen hinter der Halle, bis das OVG eine Entscheidung trifft.“ Auch die Tiere bleiben. Heute ab 15 Uhr wolle man eine Demo vorm Rathaus organisieren.
Inzwischen fordern Zirkus-Sympathisanten, die Verwaltung solle sich noch mal mit der Familie an einen Tisch setzen, im Sinne der Tiere einen Zeitaufschub gewähren. Linken-Stadtrat Sven Schilling (48): „Hier ist emotionale Intelligenz gefordert, da es um Menschen und Tiere geht, die in erhebliche Not geraten sind.“ Bürgermeister Lothar Ungerer (57, parteilos) wollte gestern erneut nichts dazu sagen.(fs)
Sie wollen nicht aufgeben
„Die Stadt hat uns 10.000 Euro Strafe angedroht, wenn wir nicht gehen“, sagt Harry Weisheit. Deshalb zog ein Großteil der Zirkusleute gestern ab, kam bei Freunden in Crimmitschau unter. Aufgeben wollen sie aber nicht. „Wir verschanzen uns in den zwei verbliebenen Wagen hinter der Halle, bis das OVG eine Entscheidung trifft.“ Auch die Tiere bleiben. Heute ab 15 Uhr wolle man eine Demo vorm Rathaus organisieren.
Inzwischen fordern Zirkus-Sympathisanten, die Verwaltung solle sich noch mal mit der Familie an einen Tisch setzen, im Sinne der Tiere einen Zeitaufschub gewähren. Linken-Stadtrat Sven Schilling (48): „Hier ist emotionale Intelligenz gefordert, da es um Menschen und Tiere geht, die in erhebliche Not geraten sind.“ Bürgermeister Lothar Ungerer (57, parteilos) wollte gestern erneut nichts dazu sagen.(fs)








