Chemnitz
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zur Verfügung gestellt
Montag, 21. Juni 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Tierheim schlittert in die Finanzkrise
Weniger Geld, mehr Tiere: Auf dem Pfarrhübel macht sich Ratlosigkeit breit
Von Andrzej Rydzik
Königspython, Frettchen, Wuffi und Co. hatten sich auf dem Pfarrhübel rausgeputzt: Das Chemnitzer Tierheim feierte sein 20-jähriges Jubiläum. Die Besucher kamen in Scharen - doch die Bilanz des Tierheim-Chefs fällt ernüchternd aus: Das Geld wird knapp.
Mehr als 300 Besucher strömten am Wochenende auf den Pfarrhübel zum „Tag der offenen Tür“ ins Tierheim. Und auch die Chemnitzer Diensthundestaffel der Polizei, die Drogenspürhunde der JVA und die Rettungshunde-staffel aus Marienberg ließen sich nicht lumpen, kamen zum Gratulieren.
Doch richtige Feierlaune kam bei Tierheim-Chef Jens von Lienen (52) nicht auf: „Es ist immer schlimmer geworden. Früher wurden Fundtiere zu 80 Prozent wieder abgeholt. Heute bleibt mehr als die Hälfte hier“, sagt der Tierfreund. Und das war deutlich zu sehen: 69 Hunde, 42 Katzen, etliche Vögel, Kaninchen und unzählige Kleintiere lassen das Tierheim aus allen Nähten platzen. „Auch die finanziellen Mittel sind, bedingt durch den Einwoh-nerrückgang, geringer geworden, doch die Kosten steigen stetig“, klagt Jens von Lienen.
Der städtische Etat für das Tierheim wird pro Einwohner errechnet, beträgt derzeit etwa 112 000 Euro. „Das reicht allerdings kaum aus, da jährlich allein 40 000 Euro Tierarztkosten anfallen und wir auch noch den Bereitschaftsdienst für Tierrettungen tragen. Ohne Mitgliedsbeiträge und Spenden wäre das kaum zu stemmen“, rechnet der Tierheim-Chef vor.
Doch bei allem Ärger gab es auch reichlich Anfragen für die Tierheim-Schützlinge. „Wir sind extra aus Hof gekommen, auf der Suche nach einem Hund, haben hier ,Strolch‘ gesehen und uns unsterblich verliebt“, freuen sich Angelika Barstl (38) und Tochter Elisa (6).
Übrigens: Der angekündigte Besuch von Bürgermeister Miko Runkel (49, parteilos) und einigen Landtagspolitikern blieb unentschuldigt aus.
Doch richtige Feierlaune kam bei Tierheim-Chef Jens von Lienen (52) nicht auf: „Es ist immer schlimmer geworden. Früher wurden Fundtiere zu 80 Prozent wieder abgeholt. Heute bleibt mehr als die Hälfte hier“, sagt der Tierfreund. Und das war deutlich zu sehen: 69 Hunde, 42 Katzen, etliche Vögel, Kaninchen und unzählige Kleintiere lassen das Tierheim aus allen Nähten platzen. „Auch die finanziellen Mittel sind, bedingt durch den Einwoh-nerrückgang, geringer geworden, doch die Kosten steigen stetig“, klagt Jens von Lienen.
Der städtische Etat für das Tierheim wird pro Einwohner errechnet, beträgt derzeit etwa 112 000 Euro. „Das reicht allerdings kaum aus, da jährlich allein 40 000 Euro Tierarztkosten anfallen und wir auch noch den Bereitschaftsdienst für Tierrettungen tragen. Ohne Mitgliedsbeiträge und Spenden wäre das kaum zu stemmen“, rechnet der Tierheim-Chef vor.
Doch bei allem Ärger gab es auch reichlich Anfragen für die Tierheim-Schützlinge. „Wir sind extra aus Hof gekommen, auf der Suche nach einem Hund, haben hier ,Strolch‘ gesehen und uns unsterblich verliebt“, freuen sich Angelika Barstl (38) und Tochter Elisa (6).
Übrigens: Der angekündigte Besuch von Bürgermeister Miko Runkel (49, parteilos) und einigen Landtagspolitikern blieb unentschuldigt aus.








