Chemnitz
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Mittwoch, 9. März 2011
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Streik an Schulen: 17.000 Lehrer buhten Minister aus
Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche haben Tausende sächsische Lehrer gestern die Arbeit niedergelegt und für mehr Lohn demonstriert. Zu einer Kundgebung vor dem Dresdner Finanzministerium kamen rund 17000 Pädagogen aus dem ganzen Freistaat. Dort sprach auch Finanzminister Georg Unland (CDU) - doch sein Auftritt ging nach hinten los.
Dresden. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) legten landesweit etwa 20.000 Lehrer die Arbeit nieder. An rund drei Vierteln der Schulen fiel daher der reguläre Unterricht aus. Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst, die heute in die nächste Runde gehen. Die Beschäftigten verlangen 50 Euro mehr pro Monat als Sockelbetrag und drei Prozent mehr Lohn.
„Zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot - das reicht uns. Jetzt muss etwas auf den Tisch kommen“, sagte Sachsens GEW-Chefin Sabine Gerold. Sie warf der Arbeitgeberseite vor, die verschiedenen Berufsgruppen im öffentlichen Dienst gegeneinander auszuspielen. Neben besserer Entlohnung fordern die Lehrer auch eine gerechtere Eingruppierung.
Schon am Vormittag waren Busse aus ganz Sachsen angekommen, überall in Dresden zogen streikende Pauker mit Transparenten und Pfeifen umher. „Schule ist kein Sparschwein“, stand auf ihren Plakaten.
Finanzminister Georg Unland (CDU) stellte sich spontan den Protestierenden. In einer kurzen Ansprache verwies er auf die „krisengeschüttelten öffentlichen Haushalte“. Und erinnerte die Pädagogen daran, dass ihre Jobs im Gegensatz zur Privatwirtschaft krisenfest seien. Für die Demonstranten eine Provokation: Sie buhten den Minister aus und drehten ihm demonstrativ den Rücken zu.
„Zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot - das reicht uns. Jetzt muss etwas auf den Tisch kommen“, sagte Sachsens GEW-Chefin Sabine Gerold. Sie warf der Arbeitgeberseite vor, die verschiedenen Berufsgruppen im öffentlichen Dienst gegeneinander auszuspielen. Neben besserer Entlohnung fordern die Lehrer auch eine gerechtere Eingruppierung.
Schon am Vormittag waren Busse aus ganz Sachsen angekommen, überall in Dresden zogen streikende Pauker mit Transparenten und Pfeifen umher. „Schule ist kein Sparschwein“, stand auf ihren Plakaten.
Finanzminister Georg Unland (CDU) stellte sich spontan den Protestierenden. In einer kurzen Ansprache verwies er auf die „krisengeschüttelten öffentlichen Haushalte“. Und erinnerte die Pädagogen daran, dass ihre Jobs im Gegensatz zur Privatwirtschaft krisenfest seien. Für die Demonstranten eine Provokation: Sie buhten den Minister aus und drehten ihm demonstrativ den Rücken zu.








