Chemnitz
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der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Montag, 26. April 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
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Schon wieder Krach um Fußball mit Rotem Stern
MÜGELN - Erneut Krawalle und Spielabbruch bei einer Partie von Roter Stern Leipzig: Nachdem im Oktober rechte Schläger in Brandis Spieler und Fans von Roter Stern angegriffen, gingen diesmal in Mügeln „Zuschauer“ aufeinander los und attackierten die Polizei. Zehn Minuten vor Schluss brach der Schiri das Spiel ab.
Der „linke“ Verein Roter Stern Leipzig gastierte in Mügeln - der Stadt, die immer wieder durch rechte Gewalt in den Schlagzeilen ist. Die Polizei war mit knapp 130 Beamten vor Ort. Schon vor dem Spiel forderten Leipzig-Fans lautstark „Rache für Brandis“. Bei Schlägereien wurde ein Mügelner verletzt. Nach dem Anpfiff gingen Leipzig-Fans auf Polizisten los. Angeblich, weil die grundlos Störer aus dem Block holten. „Die Beamten wollten im Gästeblock Personalien von Zeugen aufnehmen“, erklärte dazu Polizeisprecher Thomas Faust. „Es wurden zwei Störer und ein Polizist leicht verletzt“. Weil einige Gäste-Chaoten aufs Spielfeld stürmten, unterbrach der Schiri nach 20 Minuten zum ersten Mal die Partie.
Im weiteren Spielverlauf hallten dumpfe Nazi-Gesänge und Parolen über den Platz. Spieler von Roter Stern weigerten sich deshalb, weiter zu spielen. Jan Grechner vom SV Mügeln/Ablaß 09: „Wir distanzieren uns von diesen Zuschauern, die bisher noch niemals bei einem unserer Spiele erschienen waren.“ In der 80. Minute pfiff der Schiri das Spiel endgültig ab.
Innenminister Markus Ulbig (CDU) verurteilte die Krawalle: „Die Auseinandersetzungen rund um das Spiel zeigen, dass der Fußball von rechten und linken gewaltbereiten Extremis-ten benutzt wird.“ Das sieht Miro Jennerjahn von den Grünen anders: „Es ist nicht hinnehmbar, dass Innenminister Markus Ulbig nun versucht, daraus eine Konfrontation zwischen ,links‘ und ,rechts‘ zu machen. Die Realität insbesondere im ländlichen Raum ist eine andere: Hier haben sich Neonazi-Strukturen im Fußball fest etabliert.“
us
Im weiteren Spielverlauf hallten dumpfe Nazi-Gesänge und Parolen über den Platz. Spieler von Roter Stern weigerten sich deshalb, weiter zu spielen. Jan Grechner vom SV Mügeln/Ablaß 09: „Wir distanzieren uns von diesen Zuschauern, die bisher noch niemals bei einem unserer Spiele erschienen waren.“ In der 80. Minute pfiff der Schiri das Spiel endgültig ab.
Innenminister Markus Ulbig (CDU) verurteilte die Krawalle: „Die Auseinandersetzungen rund um das Spiel zeigen, dass der Fußball von rechten und linken gewaltbereiten Extremis-ten benutzt wird.“ Das sieht Miro Jennerjahn von den Grünen anders: „Es ist nicht hinnehmbar, dass Innenminister Markus Ulbig nun versucht, daraus eine Konfrontation zwischen ,links‘ und ,rechts‘ zu machen. Die Realität insbesondere im ländlichen Raum ist eine andere: Hier haben sich Neonazi-Strukturen im Fußball fest etabliert.“
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