Chemnitz
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Montag, 9. Januar 2012
(Chemnitzer Morgenpost)
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Sachsens Bauern schlagen Alarm: Größte Agrarschule vor dem Aus
Von Uwe Garten
Sachsens Landesbauernverband schlägt Alarm. Denn die Landeshauptstadt will Ende Juli die 62 Jahre alte Agrarschule Altroßthal schließen. Von den sechs Ausbildungsstätten in Sachsen hat sie mit 242 die höchste Schülerzahl. 200 Agrarbetriebe stehen dahinter.
Dresden. Geradezu respektlos gegenüber der Landwirtschaft liest sich die Begründung im Schulnetzplan Dresdens: „Die Landeshauptstadt bewertet die Berufsausbildung in den Berufen Tierwirt, Landwirt und Pferdewirt als verzichtbar, da die Dresdner Wirtschaft Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale in anderen Berufsfeldern besitzt ...“
Der Satz und die dahinterstehenden Schließungspläne lösten Entsetzen aus. „Damit bricht uns die größte Nachwuchsschule für Landwirtschaft in Sachsen weg“, schimpft Manfred Uhlemann (54), Vize-Chef des Bauernverbandes. „Über Essen machen sich die Planer keine Gedanken. Das gibt es ja im Supermarkt ...“
Traurig stimmt der Plan sowohl Lehrer als auch Schüler. Schulleiter Herwig Bittner (58): „Ich bedauere das Vorhaben. Damit kann ein wesentlicher Teil des Nachwuchses für die Landwirtschaft in der Region nicht mehr ausgebildet werden.“ Schülersprecherin Laura Bühring (18): „Wir wurden alle vor vollendete Tatsachen gestellt. Das ist nicht in Ordnung.“ Elftklässler Wolfgang Raschke (21): „Hier wurden unwiederbringliche Erfahrungen gesammelt, gibt es kompetente Lehrer. Die gesellschaftliche Anerkennung der Berufe ist leider nicht so groß.“ Anna Berhorst (19): „Unsere Schule ist renommiert. Das wird Probleme in Sachsens Landwirtschaft geben.“
Immerhin: Unterstützung zum Erhalt kommt aus dem Umweltministerium. Minister Frank Kupfer (49, CDU) lässt über einen Sprecher ausrichten: „Wir halten eine Fortführung der Ausbildungsstätte für wünschenswert, insbesondere mit Blick vorhandener, zum Teil neu geschaffener Fachkabinette. Dort gibt es ausgezeichnete Bedingungen für den berufspraktischen Unterricht.“
Der Satz und die dahinterstehenden Schließungspläne lösten Entsetzen aus. „Damit bricht uns die größte Nachwuchsschule für Landwirtschaft in Sachsen weg“, schimpft Manfred Uhlemann (54), Vize-Chef des Bauernverbandes. „Über Essen machen sich die Planer keine Gedanken. Das gibt es ja im Supermarkt ...“
Traurig stimmt der Plan sowohl Lehrer als auch Schüler. Schulleiter Herwig Bittner (58): „Ich bedauere das Vorhaben. Damit kann ein wesentlicher Teil des Nachwuchses für die Landwirtschaft in der Region nicht mehr ausgebildet werden.“ Schülersprecherin Laura Bühring (18): „Wir wurden alle vor vollendete Tatsachen gestellt. Das ist nicht in Ordnung.“ Elftklässler Wolfgang Raschke (21): „Hier wurden unwiederbringliche Erfahrungen gesammelt, gibt es kompetente Lehrer. Die gesellschaftliche Anerkennung der Berufe ist leider nicht so groß.“ Anna Berhorst (19): „Unsere Schule ist renommiert. Das wird Probleme in Sachsens Landwirtschaft geben.“
Immerhin: Unterstützung zum Erhalt kommt aus dem Umweltministerium. Minister Frank Kupfer (49, CDU) lässt über einen Sprecher ausrichten: „Wir halten eine Fortführung der Ausbildungsstätte für wünschenswert, insbesondere mit Blick vorhandener, zum Teil neu geschaffener Fachkabinette. Dort gibt es ausgezeichnete Bedingungen für den berufspraktischen Unterricht.“








