Chemnitz
Diese Inhalte werden
freundlicherweise von
der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Donnerstag, 14. Januar 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Sachse bringt Robotern die ersten Schritte bei
Mandy Schneider
Die besten Roboter der Welt werden in Japan gebaut. Doch um den menschenähnlichen Maschinen Intelligenz einzuhauchen, holen sich die Japaner Hilfe in Freiberg. Hier arbeitet Robotik-Spezialist Heni Ben Amor (27) am Institut für Informatik und wurde kürzlich ausgezeichnet, weil er Robotern das Lernen und Laufen gelehrt hat.
Nach Internet und Handy sehen Experten die nächste technische Revolution auf dem Gebiet der Robotik, einem Forschungsfeld, das gleichzeitig fasziniert und eine Gänsehaut verursacht. Amor: „In Japan, wo die demografischen Probleme noch drastischer sind als in Deutschland, wird bereits an Pflegerobotern geforscht.“
Noch scheitern Roboter am Umgang mit Menschen. Schon die Unterschiede eines simplen Händedrucks verschiedener Personen kann ein Computer-Hirn mit stundenlanger Rechenzeit beschäftigen. Heni Ben Amor: „Bereits kleine Änderungen an den Drucksensoren unter der Kunsthaut der Roboter verursachen eine enorme Datenflut.“
Der Freiberger Forscher bringt die humanoiden Maschinen mit einem mathematischen Trick, einer sogenannten Dimensionsreduktion, auf Trab. Das Verfahren blendet weniger wichtige Informationen aus, sodass der Roboter schneller reagieren kann.
Das Resultat ist selbst für Laien verblüffend: Der einem Kind nachempfundene Roboter CB2 an der Universität Oskaka hat so das Aufstehen gelernt. Amor: „Der Roboter reagiert auf Hinweise des Menschen, der ihm sagt, ob der Versuch gelungen war oder nicht.“ Und optimiert selbstständig den Einsatz seines Körpers. Auch einem Androiden - eine Maschine, die einer japanischen Nachrichtensprecherin zum Verwechseln ähnlich sieht - verhalf Heni Ben Amor zu natürlicheren Bewegungen. Das in der Bergakademie
entwickelte Lernverfahren soll Robotern den Weg in den menschlichen Alltag ebnen. Die Vision der Forscher: „Roboter werden nicht mehr programmiert, sondern ler- nen ihre Aufgaben“, so Amor.
Der Freiberger Forscher bringt die humanoiden Maschinen mit einem mathematischen Trick, einer sogenannten Dimensionsreduktion, auf Trab. Das Verfahren blendet weniger wichtige Informationen aus, sodass der Roboter schneller reagieren kann.
Das Resultat ist selbst für Laien verblüffend: Der einem Kind nachempfundene Roboter CB2 an der Universität Oskaka hat so das Aufstehen gelernt. Amor: „Der Roboter reagiert auf Hinweise des Menschen, der ihm sagt, ob der Versuch gelungen war oder nicht.“ Und optimiert selbstständig den Einsatz seines Körpers. Auch einem Androiden - eine Maschine, die einer japanischen Nachrichtensprecherin zum Verwechseln ähnlich sieht - verhalf Heni Ben Amor zu natürlicheren Bewegungen. Das in der Bergakademie
entwickelte Lernverfahren soll Robotern den Weg in den menschlichen Alltag ebnen. Die Vision der Forscher: „Roboter werden nicht mehr programmiert, sondern ler- nen ihre Aufgaben“, so Amor.







