Chemnitz
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freundlicherweise von
der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Montag, 1. Februar 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Neuer Brandanschlag: Die Bekenner drohen mit Terror
Leipzig: Weitere Angriffe auf ‚Bonzenkarren und Polizei‘ angekündigt
Die Serie von Brandanschlägen auf Fahrzeuge in Leipzig reißt nicht ab. Gestern steckten Unbekannte im Südosten der Stadt einen Luxus-Geländewagen an. Kurz darauf tauchte im Internet ein Bekennerschreiben der „Militanten Gruppe Leipzig“ (MGL) auf.
Leipzig - Der schwarze BMW X5 aus Brandenburg war in der Bernhardstraße geparkt - fast genau an der Stelle, wo zehn Tage zuvor ein Renault-Transporter in Flammen aufging. Gegen 3 Uhr morgens zerstörten Unbekannte an dem rund 90000 Euro teuren Gefährt die rechte hintere Seitenscheibe und war-fen einen Brandsatz ins Innere.
Der Wagen brannte aus - Totalschaden. Die Polizei entdeckte in Tatortnähe einen jungen Mann, der sich auffällig verhielt. Beweise für eine Täterschaft fanden die Beamten offenbar nicht, denn nach der Ausweiskontrolle durfte er gehen.
Keine drei Stunden später tauchte auf der linken Internet-Plattform „indymedia“ ein Bekennerschreiben auf. Erneut erklärte sich eine „Militante Gruppe Leipzig“ für den Anschlag verantwortlich. In zwei zuvor im Internet veröffentlichten Schreiben hatte sich diese Gruppe bereits zu den Brandanschlägen vom 21. Januar bekannt (Morgenpost berichtete).
Sah die Polizei in der MGL bisher Trittbrettfahrer, die sich die Taten eines Feuerteufels zunutze machten, belegt der gestrige Anschlag aufgrund des unmittelbar folgenden Bekennerschreibens nun die Existenz des Polit-Terrorismus. Und das beunruhigt die Ermittler. Denn in einem Schreiben wird unverhohlen gedroht: „Wir werden in Zukunft weiterhin gezielt Anschläge auf Bonzenkarren, Polizei, staatliche Organe und Machtmonopole durchführen.“ Auch die Erschießung von Polizisten wird angedroht.
Bisher gelang es den Ermittlern nicht, die Spur der im Internet anonymisiert agierenden Terroristen zu verfolgen. Unklar ist auch, ob Links- oder Rechtsradikale hinter der MGL stecken. Ihre oft überspitzte Revolutions-Rhetorik passt auf beide Lager. Leipzigs Südosten, wo bisher alle Anschläge verübt wurden, ist zudem nicht als „Bonzengegend“, sondern als ärmere Wohngegend und rechte Hochburg bekannt. (-bi.-)
Der Wagen brannte aus - Totalschaden. Die Polizei entdeckte in Tatortnähe einen jungen Mann, der sich auffällig verhielt. Beweise für eine Täterschaft fanden die Beamten offenbar nicht, denn nach der Ausweiskontrolle durfte er gehen.
Keine drei Stunden später tauchte auf der linken Internet-Plattform „indymedia“ ein Bekennerschreiben auf. Erneut erklärte sich eine „Militante Gruppe Leipzig“ für den Anschlag verantwortlich. In zwei zuvor im Internet veröffentlichten Schreiben hatte sich diese Gruppe bereits zu den Brandanschlägen vom 21. Januar bekannt (Morgenpost berichtete).
Sah die Polizei in der MGL bisher Trittbrettfahrer, die sich die Taten eines Feuerteufels zunutze machten, belegt der gestrige Anschlag aufgrund des unmittelbar folgenden Bekennerschreibens nun die Existenz des Polit-Terrorismus. Und das beunruhigt die Ermittler. Denn in einem Schreiben wird unverhohlen gedroht: „Wir werden in Zukunft weiterhin gezielt Anschläge auf Bonzenkarren, Polizei, staatliche Organe und Machtmonopole durchführen.“ Auch die Erschießung von Polizisten wird angedroht.
Bisher gelang es den Ermittlern nicht, die Spur der im Internet anonymisiert agierenden Terroristen zu verfolgen. Unklar ist auch, ob Links- oder Rechtsradikale hinter der MGL stecken. Ihre oft überspitzte Revolutions-Rhetorik passt auf beide Lager. Leipzigs Südosten, wo bisher alle Anschläge verübt wurden, ist zudem nicht als „Bonzengegend“, sondern als ärmere Wohngegend und rechte Hochburg bekannt. (-bi.-)







