Chemnitz
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zur Verfügung gestellt
Montag, 12. Juli 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Linke: Sachsen wird vom Fernverkehr abgehängt
Der Streit um Sachsens Fernverkehrsanbindung: Die Bundestagsabgeordnete Caren Lay (Linke) wirft der Bundesregierung vor, „tatenlos zuzusehen, wie die Deutsche Bahn Dresden und ganz Sachsen vom Fernverkehr abhängt“. Dies beweise die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linke.
BERLIN/DRESDEN Darin räumt der Parlamentarische Verkehrsstaatssekretär Jan Mücke (FDP) ein, dass für den Ausbau der Fernverkehrsstrecke Dresden-Berlin auf eine Geschwindigkeit von 200 km/ h noch immer keine konkrete Zeitplanung vorliegt. Zudem liegt die Pünktlichkeit auf der Strecke Dresden-Berlin nur bei knapp 80 Prozent, so der Dresdner Jan Mücke. Die durchschnittliche Pünktlichkeit der Bahn liegt aber bei über 90 Prozent.
„Wichtige Projekte wie der Ausbau der Strecken Dresden-Berlin sind nicht konkret bis zum Ende geplant. Der ICE-Halt in Riesa wird nur für den laufenden Fahrplan garantiert. Und obwohl die Strecke Dresden-Prag international längst beschlossen ist, verzögert die Bundesregierung den notwendigen Ausbau durch erneute Prüfungen“, so Caren Lays Schlussfolgerung. Auch eine Fernverkehrsstrecke über Leipzig nach Chemnitz ist wohl unrealistisch. Zwar prüft die Bahn, „ob nach Inbetriebnahme des City-Tunnels Leipzig probeweise eine Direktanbindung durch einzelne Züge (...) wirtschaftlich und betrieblich realisierbar ist“. Manko: Die direkte Strecke Leipzig-Geithain-Chemnitz ist nicht durchgehend elektrifiziert.
Caren Lay und Fraktionskollege Michael Leutert fordern die Bundesregierung auf, „im öffentlichen Interesse“ Einfluss auf die Geschäftspolitik zu nehmen. Denn die Bahn sei im Bundesbesitz. (mor)
„Wichtige Projekte wie der Ausbau der Strecken Dresden-Berlin sind nicht konkret bis zum Ende geplant. Der ICE-Halt in Riesa wird nur für den laufenden Fahrplan garantiert. Und obwohl die Strecke Dresden-Prag international längst beschlossen ist, verzögert die Bundesregierung den notwendigen Ausbau durch erneute Prüfungen“, so Caren Lays Schlussfolgerung. Auch eine Fernverkehrsstrecke über Leipzig nach Chemnitz ist wohl unrealistisch. Zwar prüft die Bahn, „ob nach Inbetriebnahme des City-Tunnels Leipzig probeweise eine Direktanbindung durch einzelne Züge (...) wirtschaftlich und betrieblich realisierbar ist“. Manko: Die direkte Strecke Leipzig-Geithain-Chemnitz ist nicht durchgehend elektrifiziert.
Caren Lay und Fraktionskollege Michael Leutert fordern die Bundesregierung auf, „im öffentlichen Interesse“ Einfluss auf die Geschäftspolitik zu nehmen. Denn die Bahn sei im Bundesbesitz. (mor)








