Chemnitz
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der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Dienstag, 27. Juli 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Kein Porzellan zerschlagen: Manufaktur feuert 180 Leute
Die Sanierung der Porzellanmanufaktur endet nicht als Scherbenhaufen! Nach stundenlangen, zähen Verhandlungen mit der Gewerkschaft setzte Manufaktur-Chef Dr. Christian Kurtzke gestern sein Konzept durch.
Meissen/Dresden. Die Betriebsferien sind vorbei, seit gestern wird in der weltberühmten Manufaktur wieder Porzellan hergestellt. Aber seit gestern Abend ist auch klar: 180 Mitarbeiter müssen definitiv gehen.
Denn auch die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Jubiläum konnten nicht über die schlechten Bilanzen hinwegtäuschen. Doch Geschäftsführer Kurtzke und der Betriebsrat klügelten eine Härtefallregelung aus: Statt notwendiger 250 Arbeitsplätze sollten „nur“ 180 gestrichen werden. Die verbleibenden rund 600 Mitarbeiter verzichten im Gegenzug 2010 und 2011 auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Alle schienen erleichtert. Doch dann der Schock ...
Vergangene Woche stellte sich die IG Bergbau, Chemie und Energie quer. Sie stimmte nicht zu, weil es wohl schon viele „Sonderregelungen“ gab. Das Konzept drohte zu scheitern, plötzlich standen 250 Jobs auf der Kippe.
Gestern kam der Porzellanchef nach Dresden, um Gewerkschafts-Bezirksleiter Gerald Voigt zu überzeugen. Nach sechs Stunden endlich das Ergebnis: Die 70 Arbeitsplätze sind gerettet, ein Sanierungstarifvertrag vereinbart. Laufzeit: fünf Jahre. Zusätzlich greift ab 2012 ein Stufenmodell, bei dem Mitarbeiter je nach unternehmerischem Erfolg bis zu 150 Prozent des tariflich geregelten Anspruchs erreichen können.
Dr. Christian Kurtzke erleichtert: „Jetzt können wir uns voll auf das Weihnachtsgeschäft und die anstehenden Restrukturierungen konzentrieren.“ (sts)
Denn auch die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Jubiläum konnten nicht über die schlechten Bilanzen hinwegtäuschen. Doch Geschäftsführer Kurtzke und der Betriebsrat klügelten eine Härtefallregelung aus: Statt notwendiger 250 Arbeitsplätze sollten „nur“ 180 gestrichen werden. Die verbleibenden rund 600 Mitarbeiter verzichten im Gegenzug 2010 und 2011 auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Alle schienen erleichtert. Doch dann der Schock ...
Vergangene Woche stellte sich die IG Bergbau, Chemie und Energie quer. Sie stimmte nicht zu, weil es wohl schon viele „Sonderregelungen“ gab. Das Konzept drohte zu scheitern, plötzlich standen 250 Jobs auf der Kippe.
Gestern kam der Porzellanchef nach Dresden, um Gewerkschafts-Bezirksleiter Gerald Voigt zu überzeugen. Nach sechs Stunden endlich das Ergebnis: Die 70 Arbeitsplätze sind gerettet, ein Sanierungstarifvertrag vereinbart. Laufzeit: fünf Jahre. Zusätzlich greift ab 2012 ein Stufenmodell, bei dem Mitarbeiter je nach unternehmerischem Erfolg bis zu 150 Prozent des tariflich geregelten Anspruchs erreichen können.
Dr. Christian Kurtzke erleichtert: „Jetzt können wir uns voll auf das Weihnachtsgeschäft und die anstehenden Restrukturierungen konzentrieren.“ (sts)







