sz-online.de | Sachsen im Netz
Chemnitz

Diese Inhalte werden
freundlicherweise von
der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt


Donnerstag, 19. November 2009
(Chemnitzer Morgenpost)

Hicks! Eine Rundfahrt, die ist lustig, die ist schön

Neues Touri-Angebot: Hoch auf dem süffigen Wagen laden sieben hiesige Brauereien zur Verkostung

Von Petra Pape-Seidel

In Chemnitz sind Hopfen und Malz nicht verloren. Das will die Tourist-Information mit einer ungewöhnlichen „ProBier“-Tour beweisen: Hoch auf dem Brauerei-Wagen geht es mit einem echten Bierkutscher durch die Stadt. Dazu gibt’s sieben Sorten Gerstensaft aus sieben Brauereien - und süffige Geschichte(n). Hicks, jetzt war Premiere.

Bildergalerie

Kremserfahrt mit bierernstem Vortrag: Zur Heiterkeit der Fahrgäste erklärte „Braufräulein Katharina“, dass auch Biergläser einen leichten Bauch haben dürfen. Fotos: Peter Zschage

„In Chemnitz wurde schon im 13. Jahrhundert Bier gebraut, später Trunksucht und Völlerei beklagt. 1511 schlug man für die Kühlung des Gerstensaftes sogar Löcher in den Fels“, startete Dietmar Holz (49) alias „Klosterbruder Hubertus“ die Tour am his-torischen Ort - den eins-tigen Bierkellern, heute Kaßberg-Gewölbe.

„Hü!“, auf Kommando von Braustolz-Bierkutscher Lutz Klein (46) zogen seine Schwarzen, „Sepp“ und „Batzi“, den Wagen an. Und schon wurde die erste Flasche „Reichenbrander“ geköpft. Vorbei am Ex-Fabrikgelände von Lok-Pionier Richard Hartmann - ein handfester Biertrinker - ging es mit großen Schlucken von „Friedrichs Hausbier“ über die Bergstraße. „Schloßbier“ und „Einsiedler Landbier“ durften am Schloßberg gekostet werden.

Kurzweilig wurde es mit „Karls Hausbier“ und „Braustolz Spezial“ Richtung City, bei trinkfesten Geschichten. „In Chemnitz durften seit 1331 genau 111 Häuser Bier brauen. Außerhalb der Bannmeile war 500 Jahre lang das Brauen unter strengsten Strafen verboten“, wusste Stadtführerin Veronika Leonhardt (49) alias „Braufräulein Katharina“.

Priester, die fremdes „Exportbier“ tranken, wurden als Schweinepriester beschimpft. Diese Schmach blieb den Tour-Trinkern Gott sei Dank erspart. Denn es wurde nur echter Chemnitzer Gerstensaft ausgeschenkt. Einen Einblick in die heimische Braukunst gab es zum Abschluss im Turmbrauhaus in der Galerie Roter Turm - nebst Biersuppe und einem guten „Kupfer“.

Die 2-Stunden-Tour für maximal 16 Personen kostet 349 Euro und kann in der Tourist-Information am Markt gebucht werden. Zum Wohl!


Gesamte Ausgabe Druckvorschau Artikel empfehlen Feedback


Link senden an Facebook Link senden an Twitter Link senden an StudiVZ Link senden an Mr. Wong Link senden an MySpace Link senden an del.icio.us bodytext Link senden an Folkd Link senden an Google Bookmarks Link senden an Live-MSN Link senden an YahooMyWeb Link senden an Linkarena Link senden an NewsVine Link senden an Reddit Link senden an StumbleUpon Link senden an Y!GG ...mehr



sz-online-Partnersites

Weitere Online-Angebote der Bertelsmann AG | Weitere Online-Angebote der DD+V-Mediengruppe