Chemnitz
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Mittwoch, 10. März 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Großgemeinde ,Silberberg‘ steht offenbar vor dem Aus
Von Norbert Fleischer
AUE - Dem erzgebirgischen Prestigeprojekt „Silberberg“ droht die heimliche Beerdigung: Die Gründung der Einheitsgemeinde mit 50000 Einwohnern (Morgenpost berichtete) dümpelt seit Jahren offenbar wegen Streits zwischen den Stadtoberhäuptern dahin. Jetzt will die CDU komplett aussteigen.
Die geplante Fusion von Aue, Lauter, Lößnitz, Schwarzenberg, Schneeberg und Bad Schlema hatte Monate vor der Kreisreform für Schlagzeilen gesorgt: Lange Zeit sah es so aus, als könnte die neue Supergemeinde Annaberg-Buchholz den Rang als Sitz im neuen Erzgebirgskreis ablaufen. Offizieller Grund waren jedoch Einspareffekte.
Doch anstatt gewinnbringender Verhandlungen über die Vereinigungen von Wohnungsgenossenschaften und Stadtwerken folgten Schlag auf Schlag neu auftauchende Hindernisse: Erst entschieden Schneeberg und Lößnitz plötzlich, ihre Einwohner über die Stadtgründung abstimmen zu lassen. Dann funkten Datenschützer dazwischen - und die Staatsregierung bezweifelte, den Namen „Silberberg“ zu genehmigen. Dem Gegenvorschlag, die Traumhochzeit „Aue-Schneeberg“ zu nennen, wollten wiederum Bad Schlema und Lößnitz nicht folgen.
„Ich glaube nicht, dass das noch etwas wird“, sagte jetzt der Auer CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Colditz (52), der dem Vorstand seiner Fraktion angehört. „Wir haben ja jetzt von außen keinen Druck mehr.“
Nicht abfinden will sich damit die SPD. Aue-Stadtrat Christian Heidel (65) findet klare Worte: „Das Kind ‚Silberberg‘ kam schon im Koma auf die Welt“, schimpft er, „und jetzt streitet man darum, wer den Stecker zieht.“
Doch anstatt gewinnbringender Verhandlungen über die Vereinigungen von Wohnungsgenossenschaften und Stadtwerken folgten Schlag auf Schlag neu auftauchende Hindernisse: Erst entschieden Schneeberg und Lößnitz plötzlich, ihre Einwohner über die Stadtgründung abstimmen zu lassen. Dann funkten Datenschützer dazwischen - und die Staatsregierung bezweifelte, den Namen „Silberberg“ zu genehmigen. Dem Gegenvorschlag, die Traumhochzeit „Aue-Schneeberg“ zu nennen, wollten wiederum Bad Schlema und Lößnitz nicht folgen.
„Ich glaube nicht, dass das noch etwas wird“, sagte jetzt der Auer CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Colditz (52), der dem Vorstand seiner Fraktion angehört. „Wir haben ja jetzt von außen keinen Druck mehr.“
Nicht abfinden will sich damit die SPD. Aue-Stadtrat Christian Heidel (65) findet klare Worte: „Das Kind ‚Silberberg‘ kam schon im Koma auf die Welt“, schimpft er, „und jetzt streitet man darum, wer den Stecker zieht.“







