Chemnitz
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der Chemnitzer Morgenpost
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Donnerstag, 22. Dezember 2011
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Für 550 Millionen Euro: Autobahn ins Nirgendwo
Endlich! Heute wird der nächste Teilabschnitt der A72 (rund zwölf Kilometer) freigegeben - von Niederfrohna bis Rathendorf. Kosten: 127,5 Millionen Euro. Grund zur Freude? Eher nicht. Zur WM 2006 sollte die Autobahn für 423 Millionen Euro fertig sein. Heute sind erst 22,5 von 62 Kilometern gebaut, die geschätzten Gesamtkosten auf 550 Millionen Euro gestiegen.
Chemnitz/Leipzig. Eine endlose Geschichte: Im Sächsischen Verkehrsministerium wagt man jetzt nicht mal mehr eine Prognose, wann die Autos zwischen Chemnitz und Leipzig rollen können. Anfang 2011 war noch von 2014 die Rede, im Mai hieß es 2020. Die Planungs-Akten stapeln sich mittlerweile so hoch, dass man offenbar den Überblick verloren hat: Ein Sprecher konnte gestern auf Anfrage nur vage Angaben zu künftigen Bauabschnitten, geschweige denn zu deren Kosten machen.
Mit dem heute fertig gewordenen Stück, das fünf Brücken beinhaltet, werden Penig und Rochlitz an die A72 angeschlossen. Die Prognose für den nächsten Teilabschnitt (rund 20 Kilometer) ist optimistisch: „Der Abschnitt Rochlitz-Borna-Süd soll Ende 2012 freigegeben werden“, heißt es aus dem Ministerium. Wann’s danach weitergeht, steht in den Sternen. Grund: unter anderem Planungsversäumnisse beim Baugrund. Im Bornaer Raum stellen sich zudem Tierschützer quer. (fs)
Mit dem heute fertig gewordenen Stück, das fünf Brücken beinhaltet, werden Penig und Rochlitz an die A72 angeschlossen. Die Prognose für den nächsten Teilabschnitt (rund 20 Kilometer) ist optimistisch: „Der Abschnitt Rochlitz-Borna-Süd soll Ende 2012 freigegeben werden“, heißt es aus dem Ministerium. Wann’s danach weitergeht, steht in den Sternen. Grund: unter anderem Planungsversäumnisse beim Baugrund. Im Bornaer Raum stellen sich zudem Tierschützer quer. (fs)








