Chemnitz
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der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Montag, 7. Dezember 2009
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
‚Freie Radios‘ auf der Kippe - Krisendebatte im Landtag
Von Jens Jungmann
Bald schon könnte auch Florian Rasch von coloRadio nicht mehr „On Air“ sein, wenn die freien Sender aufgeben müssen. Foto: Matthias Rietschel
DRESDEN - Mittwoch und Donnerstag tagt der Landtag zum letzten Mal in diesem Jahr. Neben dem Nichtraucherschutzgesetz wird auch die drohende Abschaltung der „freien Radios“ eine gewichtige Rolle spielen.
Linke, Grüne und SPD haben am Mittwoch gemeinsam eine „Aktuelle Debatte“ im Landtag beantragt, in der sie sich für den Erhalt der nichtkommerziellen Radiosender - Radio Blau (Leipzig), Radio T (Chemnitz) und coloRadio (Dresden) - einsetzen wollen. Die Sender sind im Januar akut von der Abschaltung bedroht. Linke-Medienpolitiker Falk Neubert: „Die Existenz der Freien Radios hängt an einem vergleichsweise geringen Betrag, etwa 40000 Euro Sende- und Leitungskosten jährlich, der in keinem Verhältnis zu dem Schaden steht, den die Abschaltung der freien Radios im Januar 2010 für die demokratische Rundfunkkultur in Sachsen bedeuten würde.“
„Der Countdown zum Abschalten muss gestoppt werden. Radio Blau, Radio T und coloRadio sind aus der Rundfunklandschaft nicht wegzudenken“, so Karl-Heinz Gerstenberg (Grüne). „Ohne die Freien Radios würden ab Januar drei selbst verwaltete Programme fehlen, die mit Musik und Information einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Farbigkeit und Meinungsvielfalt leisten.“
Derzeit senden die betroffenen Sender zeitweise auf den Frequenzen von Apollo-Radio (Morgenpost berichtete). Heute gibt es eine Verhandlungsrunde mit dem Klassik-Sender Apollo, welcher den Vertrag zum Jahresende gekündigt hat. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wie Berlin, verfügen freie Radios in Sachsen nicht über eine eigene Frequenz.
Linke, Grüne und SPD haben am Mittwoch gemeinsam eine „Aktuelle Debatte“ im Landtag beantragt, in der sie sich für den Erhalt der nichtkommerziellen Radiosender - Radio Blau (Leipzig), Radio T (Chemnitz) und coloRadio (Dresden) - einsetzen wollen. Die Sender sind im Januar akut von der Abschaltung bedroht. Linke-Medienpolitiker Falk Neubert: „Die Existenz der Freien Radios hängt an einem vergleichsweise geringen Betrag, etwa 40000 Euro Sende- und Leitungskosten jährlich, der in keinem Verhältnis zu dem Schaden steht, den die Abschaltung der freien Radios im Januar 2010 für die demokratische Rundfunkkultur in Sachsen bedeuten würde.“
„Der Countdown zum Abschalten muss gestoppt werden. Radio Blau, Radio T und coloRadio sind aus der Rundfunklandschaft nicht wegzudenken“, so Karl-Heinz Gerstenberg (Grüne). „Ohne die Freien Radios würden ab Januar drei selbst verwaltete Programme fehlen, die mit Musik und Information einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Farbigkeit und Meinungsvielfalt leisten.“
Derzeit senden die betroffenen Sender zeitweise auf den Frequenzen von Apollo-Radio (Morgenpost berichtete). Heute gibt es eine Verhandlungsrunde mit dem Klassik-Sender Apollo, welcher den Vertrag zum Jahresende gekündigt hat. Im Gegensatz zu anderen Ländern, wie Berlin, verfügen freie Radios in Sachsen nicht über eine eigene Frequenz.






