Chemnitz
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Freitag, 30. Juli 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
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Feuerteufel zündet in Freiberg ausländische Läden an
Von Norbert Fleischer
Ausländische Imbiss-betreiber in der Mittelsachsen-Hauptstadt bangen um ihre Zukunft: Ein offenbar rechtsradikaler Feuerteufel hat in zwei Tagen mehrere Lokale angezündet - die Soko Rex ermittelt. Politiker sind alarmiert. Selbst MP Stanislaw Tillich (51, CDU) hat sich eingeschaltet.
FREIBERG. Die Anwohner in der Burgstraße schliefen noch, als gegen 4.30 Uhr Fensterscheiben klirrten: Ein etwa 25-Jähriger, verhüllt mit einem dunklem Kapuzenshirt, hatte die Scheibe eines Dönerladens zerschlagen, einen Brandsatz hineingeschleudert. Dann schlug er noch die Fenster des Imbisses „Orient“ und des Asia-Ladens daneben ein. Polizei-Sprecher Frank Fischer (54): „Die Feuerwehr konnte den Brand im Dönerladen löschen, bevor er auf die darüberliegenden Etagen übergriff.“
Die Ermittler vermuten einen fremdenfeindlichen Hintergrund - erst zwei Tage zuvor hatte in der Poststraße der indische Imbiss von Gurmit Singh (34) gebrannt, die Scheiben gingen dabei zu Bruch. „Es kann jederzeit wieder passieren“, befürchtet der Wirt.
Ministerpräsident Tillich hat die Anschläge zur Chefsache gemacht: „Sie schaden nicht nur Freiberg und Sachsen. Alle Menschen, denen der Freistaat am Herzen liegt, haben ein großes Interesse an der Aufklärung.“
Auch Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo (65, CDU) ist besorgt: „Eine umfassende Ermittlung wurde mir zugesichert.“ Die SPD-Fraktion im Landtag spricht dagegen bereits von „einer neuen Qualität neonazistischen Terrors“. Zusammen mit drei vor zwei Wochen in Döbeln angezündeten Autos handele es sich innerhalb von 14 Tagen schon um fünf Anschläge. Freibergs OB Bernd-Erwin Schramm (61, parteilos) zeigte sich gestern zutiefst betroffen. Er informierte sich bei den Opfern der Anschläge. Die Polizei sucht Tatzeugen.
Die Ermittler vermuten einen fremdenfeindlichen Hintergrund - erst zwei Tage zuvor hatte in der Poststraße der indische Imbiss von Gurmit Singh (34) gebrannt, die Scheiben gingen dabei zu Bruch. „Es kann jederzeit wieder passieren“, befürchtet der Wirt.
Ministerpräsident Tillich hat die Anschläge zur Chefsache gemacht: „Sie schaden nicht nur Freiberg und Sachsen. Alle Menschen, denen der Freistaat am Herzen liegt, haben ein großes Interesse an der Aufklärung.“
Auch Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo (65, CDU) ist besorgt: „Eine umfassende Ermittlung wurde mir zugesichert.“ Die SPD-Fraktion im Landtag spricht dagegen bereits von „einer neuen Qualität neonazistischen Terrors“. Zusammen mit drei vor zwei Wochen in Döbeln angezündeten Autos handele es sich innerhalb von 14 Tagen schon um fünf Anschläge. Freibergs OB Bernd-Erwin Schramm (61, parteilos) zeigte sich gestern zutiefst betroffen. Er informierte sich bei den Opfern der Anschläge. Die Polizei sucht Tatzeugen.








