Chemnitz
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Freitag, 12. März 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
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Erste Feuerwehr löst sich auf
Nachwuchsmangel - wenn da mal nichts anbrennt!
Von Norbert Fleischer
FRANKENBERG - Rund 2000 Einwohner im Frankenberger Ortsteil Mühlbach müssen ab Ende März um ihre Häuser bangen. Denn ihre altehrwürdige, 119 Jahre alte freiwillige Feuerwehr steht vor dem Aus - weil Hunderten Mühlbachern ihre eigene Sicherheit offenbar nichts wert ist.
Am 31. März gehen in der Feuerwache wohl für immer die Lichter aus. Grund ist ein jetzt gefasster Stadtratsbeschluss: Weil die Mühlbacher Kameraden ein großes Löschauto mit neun Plätzen besitzen,
müssten sie laut Brandschutzgesetz mindestens über 18 Kameraden verfügen. „Tatsächlich sind wir aber nur neun, und zwei davon hören demnächst auf“, klagt Wehrleiter Ingo Seltner (44). Monatelang hatte sich der Vertreter um Nachwuchs-Brandbekämpfer bemüht, zu Tagen der offenen Tür eingeladen und die Anwohner zuletzt sogar angeschrieben. Der Feuerwehrchef: „Die Resonanz war noch nicht einmal null.“
Nun muss Mühlbach sein Löschfahrzeug in den benachbarten Ortsteil Hausdorf abgeben, wo die Freiwilligen übrigens ebenfalls über Personalmangel klagen. Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (55, CDU) fordert: „Die Einwohner in den neuen, nach der Wende gebauten Eigenheimen sollten wenigstens ihre Kinder in die Jugendfeuerwehr schicken.“ Doch die hätten „offenbar kein Interesse“.
Wehr-Chef Seltner warnt: „Unsere Schließung kann zu ernsten Einschränkungen führen.“ Die Grundversorgung bei der Brandbekämpfung sei in der Stadt nur noch „gerade so“ gewährleistet.
Nun muss Mühlbach sein Löschfahrzeug in den benachbarten Ortsteil Hausdorf abgeben, wo die Freiwilligen übrigens ebenfalls über Personalmangel klagen. Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (55, CDU) fordert: „Die Einwohner in den neuen, nach der Wende gebauten Eigenheimen sollten wenigstens ihre Kinder in die Jugendfeuerwehr schicken.“ Doch die hätten „offenbar kein Interesse“.
Wehr-Chef Seltner warnt: „Unsere Schließung kann zu ernsten Einschränkungen führen.“ Die Grundversorgung bei der Brandbekämpfung sei in der Stadt nur noch „gerade so“ gewährleistet.







