Chemnitz
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Freitag, 3. September 2010
(Chemnitzer Morgenpost)
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Das Vermächtnis der Diva unterm Hammer
Halb Chemnitz lernte bei Hildegard Köhler das Tanzen - jetzt wird ihr Nachlass versteigert
Von Mandy Schneider
Sie war die große Dame des Tanzes: Hildegard Köhler (1918-2002) brachte der halben Stadt das Einszweidrei des Walzers bei. Bei der 7. Kunstnacht unter dem Motto „Tanz und Rock“ erinnert eine Ausstellung an die Tanzdiva. Und einige ihrer Abendkleider und Accessoires, Bücher und Schallplatten werden versteigert.
Chemnitz. Rund 70 Jahre lehrte Hildegard Köhler andere das Tanzen, half schon als Zwölfjährige in der Tanzschule ihres Vaters in Meißen, übernahm später die Schule Langelütje ihres Onkels in Chemnitz. In den vergangenen Tagen öffnete Tanzschul- und Lebenspartner Jürgen Schimmel zum ersten Mal die Kleiderschränke seiner Hilde, um aus rund 200 Kleidern eine Auswahl zu treffen: „Frau Köhler kam ja nicht zu einem Ball. Sie erschien.“
Ihre Auftritte sind noch heute legendär: in wallend langen Gewändern, meist glitzernd, immer glamourös. Ob bei Maskenbällen der 50er- und 60er-Jahre im Chemnitzer Hof, bei den von ihr erfundenen Blumenpolonaisen oder historischen Tänzen mit passendem Kostüm. Woher die extravaganten Kleider kamen? „Die sind fast alle selbst gemacht“, sagt Jürgen Schimmel und streicht über einen Stoff. „Einmal hatte sie ein Paillettenkleid genäht. Da ging der Vorhang auf und es hat geglitzert wie bei einer Leuchtreklame.“
Wer in Tanzschulerinnerungen schwelgen möchte, kann sich die Ausstellung am Sonnabend ab 17 Uhr im Rittergut zu Lichten-walde anschauen. Die Auktion beginnt 21.30 Uhr. Der Erlös kommt dem Verein Kunstnacht Lichtenwalde zugute, der am selben Tag Künstler, Konzerte, Tanz und Mode präsentiert. (MS)
Ihre Auftritte sind noch heute legendär: in wallend langen Gewändern, meist glitzernd, immer glamourös. Ob bei Maskenbällen der 50er- und 60er-Jahre im Chemnitzer Hof, bei den von ihr erfundenen Blumenpolonaisen oder historischen Tänzen mit passendem Kostüm. Woher die extravaganten Kleider kamen? „Die sind fast alle selbst gemacht“, sagt Jürgen Schimmel und streicht über einen Stoff. „Einmal hatte sie ein Paillettenkleid genäht. Da ging der Vorhang auf und es hat geglitzert wie bei einer Leuchtreklame.“
Wer in Tanzschulerinnerungen schwelgen möchte, kann sich die Ausstellung am Sonnabend ab 17 Uhr im Rittergut zu Lichten-walde anschauen. Die Auktion beginnt 21.30 Uhr. Der Erlös kommt dem Verein Kunstnacht Lichtenwalde zugute, der am selben Tag Künstler, Konzerte, Tanz und Mode präsentiert. (MS)







