Chemnitz
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freundlicherweise von
der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Montag, 28. Februar 2011
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Chronik eines neuen großen Spiels
Chemnitz. Ein Junge, der auf den Ölfeldern seines Dorfes spielt. Unfertige sowjetische Häuserblocks oberhalb einer Pipeline, ein Taubenzüchter, ein kleines Mädchen im ärmlichen Sonntagsstaat: alles Fotos, die an der 1 700 Kilometer langen Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline (BTC) im Schatten des Kaukasus-Gebirges entstanden.
Mit diesen und anderen Fotografien hat Rena Effendi - 1977 in Baku (Aserbaidschan) geboren - eine Chronik des Lebens in fünf Konfliktregionen gezeichnet. 40 Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Fotoserie „Pipe Dreams“ sind ab morgen in der Neuen Sächsischen Galerie im Tietz zu sehen. Rena Effendi arbeitete als Übersetzerin für die Azerbaijan International Oil Company und weiß, wovon sie spricht: „Öl- und Gaspipelines sind die Arterien unserer heutigen Welt und transportieren wertvolle Kohlenwasserstoffe, das Blut unserer Zivilisation. Selbst in unserer gegenwärtigen Krise steigt der Energiebedarf.“ Diese Pipeline sei jedoch Teil eines neuen großen Spiels, welches das Leben von Millionen Bürgern in den Ländern Aserbaidschan, Georgien und Türkei präge und verändere: „Die verarmten Menschen, die ich im Laufe meiner sechsjährigen fotografischen Reise getroffen habe“, erzählt sie, hätten die Folgen der gewaltigen Ölnachfrage des Westens am stärksten zu spüren bekommen. Die Künstlerin traf Slum-Bewohner, die ihre Höfe verloren haben, ebenso wie vom schnellen Dollar angelockte Sex-Arbeiterinnen.
Im Rahmen der Ausstellung (bis 22. Mai) werden museumspädagogische Führungen (jeden Donnerstag, 16 Uhr, und auf Anfrage) sowie themati-sche Veranstaltungen (6. März, Kunst in Familie) angeboten. In der Reihe Atelierfilm ist die Dokumentation „The Oil Crash“ zu sehen (12. April). Zwei Journalisten rollen die Geschichte der Ölgewinnung auf und werfen einen Blick in die vage Zukunft des Rohstoffes.
Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, dienstags bis 20 Uhr, mittwochs geschlossen.
Mit diesen und anderen Fotografien hat Rena Effendi - 1977 in Baku (Aserbaidschan) geboren - eine Chronik des Lebens in fünf Konfliktregionen gezeichnet. 40 Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Fotoserie „Pipe Dreams“ sind ab morgen in der Neuen Sächsischen Galerie im Tietz zu sehen. Rena Effendi arbeitete als Übersetzerin für die Azerbaijan International Oil Company und weiß, wovon sie spricht: „Öl- und Gaspipelines sind die Arterien unserer heutigen Welt und transportieren wertvolle Kohlenwasserstoffe, das Blut unserer Zivilisation. Selbst in unserer gegenwärtigen Krise steigt der Energiebedarf.“ Diese Pipeline sei jedoch Teil eines neuen großen Spiels, welches das Leben von Millionen Bürgern in den Ländern Aserbaidschan, Georgien und Türkei präge und verändere: „Die verarmten Menschen, die ich im Laufe meiner sechsjährigen fotografischen Reise getroffen habe“, erzählt sie, hätten die Folgen der gewaltigen Ölnachfrage des Westens am stärksten zu spüren bekommen. Die Künstlerin traf Slum-Bewohner, die ihre Höfe verloren haben, ebenso wie vom schnellen Dollar angelockte Sex-Arbeiterinnen.
Im Rahmen der Ausstellung (bis 22. Mai) werden museumspädagogische Führungen (jeden Donnerstag, 16 Uhr, und auf Anfrage) sowie themati-sche Veranstaltungen (6. März, Kunst in Familie) angeboten. In der Reihe Atelierfilm ist die Dokumentation „The Oil Crash“ zu sehen (12. April). Zwei Journalisten rollen die Geschichte der Ölgewinnung auf und werfen einen Blick in die vage Zukunft des Rohstoffes.
Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, dienstags bis 20 Uhr, mittwochs geschlossen.






