Chemnitz
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der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Mittwoch, 7. Oktober 2009
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Chemnitzerinnen machen sich nackt für Venus
Ch. Hamann-Pönisch
Regieassistent Michael Schäfer und Komparserie-Chefin Monika Straube üben eine Szene.
Chemnitz - Das Chemnitzer Theater ist auf Komparsensuche wie noch nie! Damen sind im neuen Spielplan besonders gefragt: von splitternackt bis zauberhaft verhüllt.
Seit gestern hält Regisseur Michael Heinicke mit seinem Team nach großen schlanken Mädchen und Frauen (16 bis 40 Jahre, mindes-tens 1,66 Meter groß) für die kommende „Tannhäuser“-Inszenierung Ausschau (Premiere: 28. November).
Zum ersten Casting kamen zehn Bewerberinnen - 16 bis 37 Jahre, 1,67 bis 1,87 Meter: Auszubildende, Konditorin, Uni-Angestellte bis hin zum Wagner-Fan. Diana Roch (23): „Es ist eine gute Chance, mal hinter die Kulissen zu schauen.“ Nicole Neubert (17) hat schon manche Miss-Wahl mitgemacht: „Hier hoffe ich, für mein Mediendesign-Praktikum Anregungen zu bekommen.“
Und alle hatten wie gewünscht einen Bikini dabei. Denn Heinicke träumt von lauter schönen Frauenkörpern. Sie sollen gleich im ersten Akt 20 Minuten lang als Nymphen die Venus umschwärmen, Tannhäuser verführen und das Publikum bezirzen. Aber bitte nicht zu sexy! Dem Regisseur schwirren Bilder des berühmten Mäd-chen-Fotografen David Hamilton durch den Kopf: „Man soll ihre Schönheit mehr ahnen als sehen.“ Über die Kos-tümierung und Maskierung werde erst im Laufe der Probenarbeit entschieden. Fest steht, dass man die Gesichter der Damen nicht erkennen wird.
Während Heinicke Wert auf den Reiz des Nichterkanntwerdens legt, hat Schauspielchef Enrico Lübbe in seiner gefeierten „Urfaust“-In-szenierung ohne große Mühe neun Komparsinnen splitternackt auf die Bühne gekriegt. Für den Job haben sich so viele Chemnitzerinnen gemeldet, dass Doppelbesetzungen möglich waren. Zur Premiere am Wochenende mit dabei war auch Ines Silbermann.
Für sie ist es bereits das dritte Stück, in dem sie mehr oder weniger die Hüllen fallen lässt: „Ich habe kein Problem damit. Jetzt weiß ich wenigstens, was für eine spannende Sache Theater ist.“ Beim „Urfaust“ war die vollbusige und selbstbewusste Blondine allerdings dann doch skeptisch: „Immerhin sind alle anderen schlank und rank.“
Seit gestern hält Regisseur Michael Heinicke mit seinem Team nach großen schlanken Mädchen und Frauen (16 bis 40 Jahre, mindes-tens 1,66 Meter groß) für die kommende „Tannhäuser“-Inszenierung Ausschau (Premiere: 28. November).
Zum ersten Casting kamen zehn Bewerberinnen - 16 bis 37 Jahre, 1,67 bis 1,87 Meter: Auszubildende, Konditorin, Uni-Angestellte bis hin zum Wagner-Fan. Diana Roch (23): „Es ist eine gute Chance, mal hinter die Kulissen zu schauen.“ Nicole Neubert (17) hat schon manche Miss-Wahl mitgemacht: „Hier hoffe ich, für mein Mediendesign-Praktikum Anregungen zu bekommen.“
Und alle hatten wie gewünscht einen Bikini dabei. Denn Heinicke träumt von lauter schönen Frauenkörpern. Sie sollen gleich im ersten Akt 20 Minuten lang als Nymphen die Venus umschwärmen, Tannhäuser verführen und das Publikum bezirzen. Aber bitte nicht zu sexy! Dem Regisseur schwirren Bilder des berühmten Mäd-chen-Fotografen David Hamilton durch den Kopf: „Man soll ihre Schönheit mehr ahnen als sehen.“ Über die Kos-tümierung und Maskierung werde erst im Laufe der Probenarbeit entschieden. Fest steht, dass man die Gesichter der Damen nicht erkennen wird.
Während Heinicke Wert auf den Reiz des Nichterkanntwerdens legt, hat Schauspielchef Enrico Lübbe in seiner gefeierten „Urfaust“-In-szenierung ohne große Mühe neun Komparsinnen splitternackt auf die Bühne gekriegt. Für den Job haben sich so viele Chemnitzerinnen gemeldet, dass Doppelbesetzungen möglich waren. Zur Premiere am Wochenende mit dabei war auch Ines Silbermann.
Für sie ist es bereits das dritte Stück, in dem sie mehr oder weniger die Hüllen fallen lässt: „Ich habe kein Problem damit. Jetzt weiß ich wenigstens, was für eine spannende Sache Theater ist.“ Beim „Urfaust“ war die vollbusige und selbstbewusste Blondine allerdings dann doch skeptisch: „Immerhin sind alle anderen schlank und rank.“






