Chemnitz
Diese Inhalte werden
freundlicherweise von
der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Dienstag, 27. Dezember 2011
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Besseres Klopapier für effizientere Verwaltung
Der Wunschzettel des Amtsschimmels nach Veränderungen ist lang. In den Ratsstuben werden nicht nur Formulare gestempelt. Es gibt Bürokraten, die wollen ihre Arbeit verbessern. Durch den Einsatz von zweilagigem Klopapier zum Beispiel.
Chemnitz. 58 Verbesserungsvorschläge machten Stadtangestellte in diesem Jahr, fünf Mal so viel wie 2006. Das ergab eine Anfrage von FDP-Stadtrat Andreas Schmalfuß (45). Zwischen 50 und 5000 Euro können solche Vorschläge wert sein. Aber nur drei der aktuellen Ideen werden umgesetzt. „Dafür gibt es insgesamt 1100 Euro Prämien“, sagt der zuständige Dezernent Miko Runkel (51, parteilos).
Ein Mitarbeiter wurde auf dem „stillen Örtchen“ fündig. Wegen des einlagigen Recyclingpapiers würden häufig zwei Spülgänge benötigt. „Dieser Umstand geht mit einem Arbeitszeitverlust von 40 Sekunden einher.“ Auf zweilagiges Papier will die Stadt nicht umrüsten. „Erfahrungen zeigen, dass sich der Blattbedarf bei unterschiedlichen Lagen nicht ändert“, sagt Runkel. Wie hat er denn das herausgefunden?
Abgelehnt wurde auch, die Nutzer von Dienstfahrzeugen wie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (49, SPD) zum Economy-Fahrtraining zu schicken. 20 Prozent der Benzinkosten und damit jährlich 10500 Euro ließen sich sparen, errechnete ein Mitarbeiter.
Umgesetzt werden die Vorschläge, Einsatzkräfte im Katastrophenfall mit einheitlicher Kleidung auszustatten; die Gehaltsabrechnung der mehr als 3300 Beschäftigten zweiseitig, dafür aber nur auf ein Blatt zu drucken sowie für Kinder, die Sozialleistungen erhalten, die Akten übersichtlicher zu gestalten. (tor)
Ein Mitarbeiter wurde auf dem „stillen Örtchen“ fündig. Wegen des einlagigen Recyclingpapiers würden häufig zwei Spülgänge benötigt. „Dieser Umstand geht mit einem Arbeitszeitverlust von 40 Sekunden einher.“ Auf zweilagiges Papier will die Stadt nicht umrüsten. „Erfahrungen zeigen, dass sich der Blattbedarf bei unterschiedlichen Lagen nicht ändert“, sagt Runkel. Wie hat er denn das herausgefunden?
Abgelehnt wurde auch, die Nutzer von Dienstfahrzeugen wie Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (49, SPD) zum Economy-Fahrtraining zu schicken. 20 Prozent der Benzinkosten und damit jährlich 10500 Euro ließen sich sparen, errechnete ein Mitarbeiter.
Umgesetzt werden die Vorschläge, Einsatzkräfte im Katastrophenfall mit einheitlicher Kleidung auszustatten; die Gehaltsabrechnung der mehr als 3300 Beschäftigten zweiseitig, dafür aber nur auf ein Blatt zu drucken sowie für Kinder, die Sozialleistungen erhalten, die Akten übersichtlicher zu gestalten. (tor)







