Chemnitz
Diese Inhalte werden
freundlicherweise von
der Chemnitzer Morgenpost
zur Verfügung gestellt
Donnerstag, 17. Dezember 2009
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Beim Arzt oder im Garten - der ‚Große Bruder‘ lauert überall
Von Dirk Hein
Egal ob Zahnarzt, Kneipe, Kleingarten-Sparte oder Tierarzt: In Sachsen wird per Videokamera illegal oder im juristischen Grenzbereich gefilmt, wo es nur geht! Gestern stellte der sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig die gröbsten Fehltritte der letzten zwei Jahre vor.
Dresden - Besonders dreist: Immer mehr Ärzte filmen ihre Patienten! In einem konkreten Fall hatte ein Zahnarzt aus Hoyerswerda im Empfangsbereich seiner Praxis eine Kamera installiert. „Patienten suchen eine Praxis auf, weil sie gesundheitliche Probleme haben, das spiegelt sich in ihrem Auftreten oder sogar Aussehen wider. Sie haben ein Interesse daran, dass so etwas nicht gefilmt und gespeichert wird“, betonte Andreas Schurig.
Auch ein Tierarzt hatte mehrere Kameras installiert, „um zu sehen, was während seines Urlaubs in der Praxis vorgeht“. In einem Kleingartenverein waren gleich drei Kameras auf Spielplatz, Parkanlage und Fußweg gerichtet. Auch immer mehr Kneipen filmen ihre Gäste, obwohl die DEHOGA strenge Richtlinien veröffentlicht hat. Auch die GEZ bekam von Datenschützer Schurig ihr Fett weg. In einer Kleingartenanlage hatten zwei Gebühren-Fahnder Polizisten so lange bequatscht, bis die die Personalien des Laubenpiepers aufnahmen und den GEZlern mitteilten! Mittlerweile gibt es eine Handlungsempfehlung für Polizisten, so etwas nicht zu ermöglichen. Mit Bußgeldern in Höhe von insgesamt 13 450 Euro sind im letzten Berichtszeitraum (April 2007 bis März 2009) Datenschutzpannen geahndet worden.
Strafen gab es unter anderem für frei zugängliche, persönliche Daten, die ein Finanzvermittler offen in einer Tiefgarage lagerte, und für die Internetveröffentlichung von Webcam-Aufnahmen aus Läden eines Telefon-Anbieters.
Auch ein Tierarzt hatte mehrere Kameras installiert, „um zu sehen, was während seines Urlaubs in der Praxis vorgeht“. In einem Kleingartenverein waren gleich drei Kameras auf Spielplatz, Parkanlage und Fußweg gerichtet. Auch immer mehr Kneipen filmen ihre Gäste, obwohl die DEHOGA strenge Richtlinien veröffentlicht hat. Auch die GEZ bekam von Datenschützer Schurig ihr Fett weg. In einer Kleingartenanlage hatten zwei Gebühren-Fahnder Polizisten so lange bequatscht, bis die die Personalien des Laubenpiepers aufnahmen und den GEZlern mitteilten! Mittlerweile gibt es eine Handlungsempfehlung für Polizisten, so etwas nicht zu ermöglichen. Mit Bußgeldern in Höhe von insgesamt 13 450 Euro sind im letzten Berichtszeitraum (April 2007 bis März 2009) Datenschutzpannen geahndet worden.
Strafen gab es unter anderem für frei zugängliche, persönliche Daten, die ein Finanzvermittler offen in einer Tiefgarage lagerte, und für die Internetveröffentlichung von Webcam-Aufnahmen aus Läden eines Telefon-Anbieters.







