Chemnitz
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Dienstag, 3. Januar 2012
(Chemnitzer Morgenpost)
(Chemnitzer Morgenpost)
Babyboom! Stadt gehen langsam die Kita-Plätze aus
Von Corinna Karl
Knatsch mit dem Babyglück: 2814 Jungen und Mädchen kamen 2011 in Chemnitz zur Welt. Vor fünf Jahren waren es 1000 weniger. Das Versprechen der OB: Alle Knirpse bekommen einen Kita-Platz. Doch Geld für Sanierungen oder Anbauten fehlen, eine Einrichtung scheint vorm Abriss zu stehen. Der Stadt gehen die Kita-Plätze aus!
Chemnitz. „Wir garantieren jedem Kind einen Kita-Platz“, sagt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (49, SPD) gern. Die 138 Kindertagesstätten in Chemnitz, wo um die 14000 Steppkes versorgt werden, sind fast zu hundert Prozent ausgelastet. Seit Jahren steigt der Bedarf. Auch die Kindervereinigung wird mit Anfragen überhäuft. Sprecher Arndt Hecker (39): „Unsere Krippen sind ausgebucht. In den Kitas sind selten Plätze frei.“
Klinikumssprecher Uwe Kreißig (42): „Berufstätige Eltern brauchen Kitas. Beispielsweise sind mehr als die Hälfte der jungen Ärzte weiblich. Sie wollen auch mit Kind voll arbeiten gehen.“ In der neuen Kita an der Sparkasse beziehen 75 Kinder die neuen Räume (21 Belegplätze für Kinder von Sparkassen-Mitarbeiter).
Vor Jahren sah das Engagement noch anders aus. „1997 wollte die Stadt die damals kommunale Kita in der Flemmingstraße schließen. Das Klinikum gründete deshalb die Kita Sonnenkinder mit 60 Plätzen, was sich als richtige Entscheidung herausgestellt hat“, sagt Kreißig. Die Stadt plant nun offenbar auch auf dem Kaßberg einen Kita-Neubau. Andere Einrichtungen stehen jedoch auf der Kippe. Der Sanierungsrückstau ist zu hoch.
Eltern bangen laut Silke Brewig-Lange (36) vom Vorstand des Stadtelternrates um die Zukunft einer kommunalen Kita, die womöglich abgerissen werden soll. Sie sieht Handlungsbedarf. Die Qualität der Betreuung leidet, weil auf engstem Raum immer mehr Kinder untergebracht werden. „Die Stadt hat keinen mittelfristigen Plan. Etwa 500 Kitaplätze fehlen. Sparen ist die halbe Wahrheit. Das Geld für Sanierungen und Neubauten ist da, doch die Stadt setzt andere, falsche Prioritäten.“
Klinikumssprecher Uwe Kreißig (42): „Berufstätige Eltern brauchen Kitas. Beispielsweise sind mehr als die Hälfte der jungen Ärzte weiblich. Sie wollen auch mit Kind voll arbeiten gehen.“ In der neuen Kita an der Sparkasse beziehen 75 Kinder die neuen Räume (21 Belegplätze für Kinder von Sparkassen-Mitarbeiter).
Vor Jahren sah das Engagement noch anders aus. „1997 wollte die Stadt die damals kommunale Kita in der Flemmingstraße schließen. Das Klinikum gründete deshalb die Kita Sonnenkinder mit 60 Plätzen, was sich als richtige Entscheidung herausgestellt hat“, sagt Kreißig. Die Stadt plant nun offenbar auch auf dem Kaßberg einen Kita-Neubau. Andere Einrichtungen stehen jedoch auf der Kippe. Der Sanierungsrückstau ist zu hoch.
Eltern bangen laut Silke Brewig-Lange (36) vom Vorstand des Stadtelternrates um die Zukunft einer kommunalen Kita, die womöglich abgerissen werden soll. Sie sieht Handlungsbedarf. Die Qualität der Betreuung leidet, weil auf engstem Raum immer mehr Kinder untergebracht werden. „Die Stadt hat keinen mittelfristigen Plan. Etwa 500 Kitaplätze fehlen. Sparen ist die halbe Wahrheit. Das Geld für Sanierungen und Neubauten ist da, doch die Stadt setzt andere, falsche Prioritäten.“








