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Montag, 6. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Wenn Mönche Tennis spielen
Der TU-WissenschaftlerJörg Sonntag untersucht die Wurzeln heutiger Spiele. Die gehen bis ins Mittelalter zurück.
Fußball und Tennis sind heute populäre Spiele. Kaum einer kann sich dem Bann entziehen, wenn die großen Spieler gegeneinander antreten. Die Euphorie ist groß – nicht nur bei der Weltmeisterschaft. Dass die Wurzeln vieler gesellschaftlichen Unterhaltungsspiele im Mittelalter liegen, wissen nur wenige.
Jörg Sonntag, Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte der TU Dresden, beschäftigt sich mit diesem kaum bekannten Phänomen. So sollen Mönche und Nonnen Erfinder und Vermittler solcher Spiele sein. Für seine Forschungen hat Jörg Sonntag jetzt als erster Mittelalterforscher der TU Dresden ein hoch dotiertes dreimonatiges Membership am Institute for Advanced Study in Princeton (USA) bekommen. Schon Albert Einstein forschte an dem Institut. Ab September wird Jörg Sonntag in Princeton arbeiten und sein Buch fertig stellen, teilt die TUDresden mit.
Darin will er auch darauf eingehen, dass Mönche und Nonnen die entscheidenden Weichen für die vormoderne und in gewisser Weise auch für die moderne Kultur von Sport und Spiel gelegt haben könnten. So erfanden Mönche beispielsweise die Vorform des heutigen Tennis, indem sie das zumeist blutige Fußballspiel in ein gewaltfreies, im Kreuzgang geübtes Rückschlagspiel umwandelten.
Der 34-jährige Jörg Sonntag studierte in Dresden und Marburg Mittelalterliche Geschichte und Theologie. 2007 promovierte er an der TU Dresden. Seit 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle.
Studien zu seinem Thema machte er auch bei Gastaufenthalten in Madrid, Barcelona und Lleida sowie in Leeds und an der Katholischen Universität Eichstätt. (acs)
Jörg Sonntag, Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Vergleichende Ordensgeschichte der TU Dresden, beschäftigt sich mit diesem kaum bekannten Phänomen. So sollen Mönche und Nonnen Erfinder und Vermittler solcher Spiele sein. Für seine Forschungen hat Jörg Sonntag jetzt als erster Mittelalterforscher der TU Dresden ein hoch dotiertes dreimonatiges Membership am Institute for Advanced Study in Princeton (USA) bekommen. Schon Albert Einstein forschte an dem Institut. Ab September wird Jörg Sonntag in Princeton arbeiten und sein Buch fertig stellen, teilt die TUDresden mit.
Darin will er auch darauf eingehen, dass Mönche und Nonnen die entscheidenden Weichen für die vormoderne und in gewisser Weise auch für die moderne Kultur von Sport und Spiel gelegt haben könnten. So erfanden Mönche beispielsweise die Vorform des heutigen Tennis, indem sie das zumeist blutige Fußballspiel in ein gewaltfreies, im Kreuzgang geübtes Rückschlagspiel umwandelten.
Der 34-jährige Jörg Sonntag studierte in Dresden und Marburg Mittelalterliche Geschichte und Theologie. 2007 promovierte er an der TU Dresden. Seit 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle.
Studien zu seinem Thema machte er auch bei Gastaufenthalten in Madrid, Barcelona und Lleida sowie in Leeds und an der Katholischen Universität Eichstätt. (acs)







