Bautzen
Dienstag, 7. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Händler fordern mehr Einkaufssonntage
Von Christoph Scharf
Bautzen hält sich bei der Freigabe der Öffnungszeiten bislang zurück. Ganz anders die Nachbarstädte. Das gefällt nicht jedem.
Bischofswerda hat vier, Hoyerswerda fünf, Görlitz gar sechs. Nur Bautzen hält sich beim Thema Sonntagseinkauf weiter zurück. „Nach derzeitigem Stand gibt es dieses Jahr nur einen einzigen verkaufsoffenen Sonntag“, sagt Pressesprecher André Wucht.
Während die Leute in den Nachbarstädten jeweils zwei Mal im Advent sonntags bummeln können, ist in Bautzen lediglich der dritte Adventssonntag geöffnet. An den anderen 51Sonntagen bleiben die Läden zu. So sieht es eine Verordnung des Stadtrats vor, die 2011 beschlossen wurde. Demnach soll in der Kreisstadt immer der vierte Advent offen sein, außer wenn der sehr kurz vor Heiligabend liegt – so wie dieses Jahr. Mit dieser Regelung sieht sich Bautzen auf der sicheren Seite. Fordert das neue Ladenöffnungsgesetz des Freistaats doch, dass jeder verkaufsoffene Sonntag seinen eigenen Anlass hat. Zu schlechte Erinnerungen hatten die Stadträte an den Trubel von 2010, als Bautzen eine Klage des Oberverwaltungsgerichts drohte: Damals war in Bautzen an vier Sonntagen geöffnet, davon drei im Advent.
Andere Städte legen das Gesetz deutlich liberaler aus. So führt der aktuelle Entwurf der Dresdner Stadtverwaltung den Striezelmarkt gleich für zwei Einkaufssonntage als Erklärung an. Görlitz nimmt einmal den Christkindelmarkt und einmal eine „Weihnachtsmeile“ als Begründung. In Hoyerswerda muss gar ein Musikschul-Jubiläum für einen Sonntags-Einkauf im Möbelmarkt herhalten.
„Einen vernünftigen Anlass für weitere verkaufsoffene Sonntage sollten wir schon finden“, sagt Rainer Scholze vom Bautzener Innenstadtverein. „Das muss alles rechtlich sauber sein.“ Im Händler-Gremium diskutierte man das Thema vor wenigen Tagen. Demnächst soll eine Entscheidung darüber fallen, ob man weitere Sonntage bei der Stadt beantragt. Eines steht für den früheren Juwelier jedenfalls fest: „Nur im Advent lohnen sich Einkaufssonntage wirklich, in den anderen Monaten sind sie in Bautzen völliger Unsinn.“
Michaela Zopf, Chefin des Kornmarkt-Centers, hält ebenfalls die Adventssonntage für entscheidend. „Ein verkaufsoffener Advent ist besser als gar keiner – aber mehr wären unbedingt wünschenswert!“ Schon jetzt fragen die Händler bei der Managerin nach, um sich auf den Advent einzustellen. „Ideal wäre der erste und der dritte Advent, damit dazwischen auch ein Sonntag frei bleibt.“ Dass Bautzen 2011 nur einen Einkaufssonntag zuließ, habe man sofort bei den Umsatzzahlen feststellen können. „Die Leute kaufen immer kurzfristiger ein, am meisten erst in der Woche vor Weihnachten.“
Bautzens Sprecher André Wucht verweist darauf, dass auf Antrag noch weitere verkaufsoffene Sonntage zulässig wären. „Das ist den Händlern und Interessenvertretern auch bekannt.“ Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.
Während die Leute in den Nachbarstädten jeweils zwei Mal im Advent sonntags bummeln können, ist in Bautzen lediglich der dritte Adventssonntag geöffnet. An den anderen 51Sonntagen bleiben die Läden zu. So sieht es eine Verordnung des Stadtrats vor, die 2011 beschlossen wurde. Demnach soll in der Kreisstadt immer der vierte Advent offen sein, außer wenn der sehr kurz vor Heiligabend liegt – so wie dieses Jahr. Mit dieser Regelung sieht sich Bautzen auf der sicheren Seite. Fordert das neue Ladenöffnungsgesetz des Freistaats doch, dass jeder verkaufsoffene Sonntag seinen eigenen Anlass hat. Zu schlechte Erinnerungen hatten die Stadträte an den Trubel von 2010, als Bautzen eine Klage des Oberverwaltungsgerichts drohte: Damals war in Bautzen an vier Sonntagen geöffnet, davon drei im Advent.
Andere Städte legen das Gesetz deutlich liberaler aus. So führt der aktuelle Entwurf der Dresdner Stadtverwaltung den Striezelmarkt gleich für zwei Einkaufssonntage als Erklärung an. Görlitz nimmt einmal den Christkindelmarkt und einmal eine „Weihnachtsmeile“ als Begründung. In Hoyerswerda muss gar ein Musikschul-Jubiläum für einen Sonntags-Einkauf im Möbelmarkt herhalten.
„Einen vernünftigen Anlass für weitere verkaufsoffene Sonntage sollten wir schon finden“, sagt Rainer Scholze vom Bautzener Innenstadtverein. „Das muss alles rechtlich sauber sein.“ Im Händler-Gremium diskutierte man das Thema vor wenigen Tagen. Demnächst soll eine Entscheidung darüber fallen, ob man weitere Sonntage bei der Stadt beantragt. Eines steht für den früheren Juwelier jedenfalls fest: „Nur im Advent lohnen sich Einkaufssonntage wirklich, in den anderen Monaten sind sie in Bautzen völliger Unsinn.“
Michaela Zopf, Chefin des Kornmarkt-Centers, hält ebenfalls die Adventssonntage für entscheidend. „Ein verkaufsoffener Advent ist besser als gar keiner – aber mehr wären unbedingt wünschenswert!“ Schon jetzt fragen die Händler bei der Managerin nach, um sich auf den Advent einzustellen. „Ideal wäre der erste und der dritte Advent, damit dazwischen auch ein Sonntag frei bleibt.“ Dass Bautzen 2011 nur einen Einkaufssonntag zuließ, habe man sofort bei den Umsatzzahlen feststellen können. „Die Leute kaufen immer kurzfristiger ein, am meisten erst in der Woche vor Weihnachten.“
Bautzens Sprecher André Wucht verweist darauf, dass auf Antrag noch weitere verkaufsoffene Sonntage zulässig wären. „Das ist den Händlern und Interessenvertretern auch bekannt.“ Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.








