Kino
Mittwoch, 10. März 2010
Zur falschen Zeit am falschen Ort
Sie kreischen in Prag und München, Stockholm und Transsylvanien. Heavy-Metal-Fans bringen ihren Namen noch über ihre Lippen: „Anviiiiiil!“ Es sind 34 oder 74. Manchmal auch 174. Zu mehr reicht es vorläufig nur noch ein einziges Mal. In Japan. Der Rest ist für Steve „Lips“ Kudlow und Robb Reiner ein Minenfeld zwischen Hoffen und Aufgeben. Im Grunde seit 37 Jahren.
Der Engländer Sacha Gervasi hat ein Faible für die (Anti-)-Helden seines Dok-Films. Er war ihr Fan und Roadie. Irgendwie tun sie ihm heute wahrscheinlich auch leid, und Gefühle dieser Art stellen sich durchaus auch beim Zuschauer ein. Während Bands des Genres wie Anthrax, Slayer oder Motörhead seit Jahrzehnten erfolgreich Karriere machen, Platten verkaufen und bei Konzerten sogar Geld verdienen, waren Anvil einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Für die Kanadier war der Kuchen schon alle, als er verteilt wurde. Was Mitglieder besagter Bands nicht daran hindert, Kudlow und Reiner als Vorreiter und Größen zu feiern. Wahrscheinlich tun die beiden auch ihnen einfach nur leid.
„Anvil“ porträtiert. „Anvil“ rührt. Eine vollblütige, emotionale Dokumentation über das Innen- und Außenleben gescheiterter Stars, die einfach Männer wurden. Und so etwas wie Brüder.
Leider wird die wichtigste Frage nicht beantwortet: Was haben Anvil heute wirklich noch drauf? Dazu sind die Konzert- und Studioausschnitte einfach zu kurz. Und damit bleibt auch offen, ob Anvil tauglich wären für einen Auftritt beim legendären Genre-Mekka in Wacken. -dre
„Anvil“ - Schauburg, DD
Der Engländer Sacha Gervasi hat ein Faible für die (Anti-)-Helden seines Dok-Films. Er war ihr Fan und Roadie. Irgendwie tun sie ihm heute wahrscheinlich auch leid, und Gefühle dieser Art stellen sich durchaus auch beim Zuschauer ein. Während Bands des Genres wie Anthrax, Slayer oder Motörhead seit Jahrzehnten erfolgreich Karriere machen, Platten verkaufen und bei Konzerten sogar Geld verdienen, waren Anvil einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Für die Kanadier war der Kuchen schon alle, als er verteilt wurde. Was Mitglieder besagter Bands nicht daran hindert, Kudlow und Reiner als Vorreiter und Größen zu feiern. Wahrscheinlich tun die beiden auch ihnen einfach nur leid.
„Anvil“ porträtiert. „Anvil“ rührt. Eine vollblütige, emotionale Dokumentation über das Innen- und Außenleben gescheiterter Stars, die einfach Männer wurden. Und so etwas wie Brüder.
Leider wird die wichtigste Frage nicht beantwortet: Was haben Anvil heute wirklich noch drauf? Dazu sind die Konzert- und Studioausschnitte einfach zu kurz. Und damit bleibt auch offen, ob Anvil tauglich wären für einen Auftritt beim legendären Genre-Mekka in Wacken. -dre
„Anvil“ - Schauburg, DD







