Kino
Mittwoch, 9. Juni 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Vertragt euch!
„My Name Is Khan“
Einer der wahren indischen Superstars: Rukh Khan. Foto: Fox
Wenn Bollywood auf Hollywood trifft, kommt so etwas wie „My Name Is Khan“ dabei heraus: Hochtrabendes, visuell und inhaltlich überwältigendes Kino. Neueinsteiger ins Bollywood-Kino dürften etwas überfordert sein, denn Regisseur Karan Johar („Sometimes Happy, Sometimes Sad“) will nicht weniger, als alle dem Blockbusterkino bekannten Filmgenres abarbeiten.
Held Rizvan Khan (Bollywood-Superstar Sha Rukh Khan) leidet unter einer leichten Form des Autismus. Er fürchtet sich vor der Farbe Gelb, wiederholt Sätze gern häufiger und gerät wegen seiner Andersartigkeit schon bei der Einreise in die USA unter Terrorismusverdacht. Muslim Khan, dessen Name Chan mit einem kehligen „ch“ ausgesprochen wird, findet im Land der unbegrenzten Möglichkeiten seine große Liebe, eine Hindu-Frau. Doch dann wird ihr Sohn wegen seines Glaubens totgeprügelt und Rizvan Khan macht sich auf den Weg zum amerikanischen Präsidenten, um ihm etwas zu sagen: „My name is Khan and I am not a terrorist“ ist sein Mantra, das bald die ganze Nation bewegt.
Aufwendig und auf Hochglanz produziert ist die Botschaft schlicht: Vertragt euch! Ähnlich wie sein Vorbild Forrest Gump ist Rizvan Khan in seiner Unfähigkeit zu Ironie und Zynismus Regisseur Johar ein dankbares Vehikel für dessen Kommentar zur Befindlichkeit der amerikanischen Nation. Und ähnlich wie „Forrest Gump“ funktioniert die Masche mit dem ehrlichen Idioten auch hier. Am Ende verändert der kleine Mann die Welt. Wenn es doch im wahren Leben auch so einfach wäre. Christina Wittich
Wertung: x x x x x x
Kino in der Fabrik, PK Ost, DD
Held Rizvan Khan (Bollywood-Superstar Sha Rukh Khan) leidet unter einer leichten Form des Autismus. Er fürchtet sich vor der Farbe Gelb, wiederholt Sätze gern häufiger und gerät wegen seiner Andersartigkeit schon bei der Einreise in die USA unter Terrorismusverdacht. Muslim Khan, dessen Name Chan mit einem kehligen „ch“ ausgesprochen wird, findet im Land der unbegrenzten Möglichkeiten seine große Liebe, eine Hindu-Frau. Doch dann wird ihr Sohn wegen seines Glaubens totgeprügelt und Rizvan Khan macht sich auf den Weg zum amerikanischen Präsidenten, um ihm etwas zu sagen: „My name is Khan and I am not a terrorist“ ist sein Mantra, das bald die ganze Nation bewegt.
Aufwendig und auf Hochglanz produziert ist die Botschaft schlicht: Vertragt euch! Ähnlich wie sein Vorbild Forrest Gump ist Rizvan Khan in seiner Unfähigkeit zu Ironie und Zynismus Regisseur Johar ein dankbares Vehikel für dessen Kommentar zur Befindlichkeit der amerikanischen Nation. Und ähnlich wie „Forrest Gump“ funktioniert die Masche mit dem ehrlichen Idioten auch hier. Am Ende verändert der kleine Mann die Welt. Wenn es doch im wahren Leben auch so einfach wäre. Christina Wittich
Wertung: x x x x x x
Kino in der Fabrik, PK Ost, DD







