Kino
Donnerstag, 2. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Stadionfüllende Kraftpakete
Brad Pitt ebnet ein paar Underdogs den Weg in den Football-Olymp.
Die US-Amerikaner und ihr Volkssport: Der gemeine Bürger wie der Prominente lassen einfach nichts auf ihren Baseball kommen, in echt nicht und vor allem nicht im Kino. Jetzt ist wieder eine wahre Geschichte an der Reihe.
Brad Pitt verkörpert Billy Beane. Als Spieler blieb ihm der große Durchbruch versagt, als Manager aber schwärmt noch heute die Nation von ihm. Denn Beane schaffte es, die „Oakland Athletics“ in die Spitze der Liga zu bringen, sie 20 Mal in Reihe siegen zu sehen, und das, wo sie eher als „Provinzclub“ angetreten waren.
Sturkopf Beane hatte in der Spielzeit 2002 einfach andere Methoden als üblich in der Sparte: Der Computer rechnete Werte der Spieler aus, wo sonst eine ganze Armada Spezialisten auf Charakter und Wendigkeit schaute. Beane bediente sich dabei der Dienste des jungen Wissenschaftlers und Yale-Absolventen Peter Brand. Der Verzicht auf einzelne teure Superstars war nicht nur dem Kontostand des Clubs geschuldet, der vergleichsweise ein Drittel des Budgets der Großen zur Verfügung hatte.
Stattdessen zählten die „Oakland A’s“ plötzlich auf ältere, aussortierte und übersehene Spieler. Der Widerstand auch in den eigenen Reihen war groß, und nichts ist schlimmer als gellende Pfiffe im eigenen Stadion oder Druck von Eignern. Doch Billy Beane zeigte allen, wo in Oakland der Schläger hängt: „Wir werden das Spiel verändern“, sagte er. „Und das ist es, was ich will. Ich will, dass es wirklich etwas bedeutet.“
„Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ ist der neue Film von Regisseur Bennett Miller („Capote“) und basiert auf einem viel gelesenen Sachbuch von Michael Lewis. Neben einem überaus engagierten Brad Pitt, der auch mit produzierte, spielen u.a. Philip Seymour Hoffman, Jonah Hill und Robin Wright. (MkF)
Brad Pitt verkörpert Billy Beane. Als Spieler blieb ihm der große Durchbruch versagt, als Manager aber schwärmt noch heute die Nation von ihm. Denn Beane schaffte es, die „Oakland Athletics“ in die Spitze der Liga zu bringen, sie 20 Mal in Reihe siegen zu sehen, und das, wo sie eher als „Provinzclub“ angetreten waren.
Sturkopf Beane hatte in der Spielzeit 2002 einfach andere Methoden als üblich in der Sparte: Der Computer rechnete Werte der Spieler aus, wo sonst eine ganze Armada Spezialisten auf Charakter und Wendigkeit schaute. Beane bediente sich dabei der Dienste des jungen Wissenschaftlers und Yale-Absolventen Peter Brand. Der Verzicht auf einzelne teure Superstars war nicht nur dem Kontostand des Clubs geschuldet, der vergleichsweise ein Drittel des Budgets der Großen zur Verfügung hatte.
Stattdessen zählten die „Oakland A’s“ plötzlich auf ältere, aussortierte und übersehene Spieler. Der Widerstand auch in den eigenen Reihen war groß, und nichts ist schlimmer als gellende Pfiffe im eigenen Stadion oder Druck von Eignern. Doch Billy Beane zeigte allen, wo in Oakland der Schläger hängt: „Wir werden das Spiel verändern“, sagte er. „Und das ist es, was ich will. Ich will, dass es wirklich etwas bedeutet.“
„Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ ist der neue Film von Regisseur Bennett Miller („Capote“) und basiert auf einem viel gelesenen Sachbuch von Michael Lewis. Neben einem überaus engagierten Brad Pitt, der auch mit produzierte, spielen u.a. Philip Seymour Hoffman, Jonah Hill und Robin Wright. (MkF)








