Kino
Donnerstag, 12. August 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Pelzige Agenten mit Schnauze
Von Christina Wittich
Normalerweise gemahnt das Fortsetzen halbwegs erfolgreicher Kinofilme gerade im Kinder- und Jugendsektor an hektisches Brezelbacken. Umso mehr erstaunt es, dass ausgerechnet der zweite Teil von „Cats & Dogs“ fast neun Jahre auf sich warten ließ.
Geändert hat sich nicht viel, auch nicht die Hauptrollen: Katzen und Hunde, die sich als gewiefte Agenten entpuppen, ausgestattet mit ausgefeilter Hightech im Halsband. Die Katzen arbeiten für die Geheimorganisation MEOW, die Hunde für DOG. Und was die Kläffer mit der Lizenz zum Fliegen leisten, geht weit über die Tätigkeit eines Polizeihundes hinaus.
Als ein solcher versagt Schäferhund Diggs. Unfähig, im richtigen Moment einem „Sitz!“ zu gehorchen, soll er den Rest seines Lebens im Zwinger verbringen. Glücklicherweise holt ihn Hirtenhund Butch aus dem Gefängnis, denn DOG braucht jemanden wie Diggs, um die weltweite Bedrohung der Freundschaft zwischen Mensch und Tier aufzuhalten. Kitty Kahlohr, eine auf tragische Weise um ihr Fell gebrachte Katze, hat da nämlich etwas ausgetüftelt.
Ehrlich gesagt – das hätte man kaum erwartet: „Cats & Dogs“ ist ziemlich lustig, temporeich und spannend. Vermutlich liegt das auch daran, dass der Mensch diesmal eine ausgesprochen untergeordnete Nebenrolle spielt. Mit viel Liebe zum Detail hat das Team um Regisseur Brad Peyton die Hauptquartiere von Hunden und Katzen ausstaffiert und den handlungstragenden Tieren so weit wie möglich Charakter verliehen. Was die Darsteller durch Training nicht bewältigen konnten, haben die Macher in den Film hineinanimiert. Hinzu kommt die gelungene Umsetzung im dreidimensionalen Bereich. Kinder werden die pelzigen Helden mögen, bevorzugt deren loses Mundwerk, in das reichlich Sprüche wie „Ich bin zu alt für diesen Mist“ gelegt wurden. Ihren Nachwuchs begleitende Eltern hören da nichts Neues, denn die Drehbuchautoren Ron J. Friedman und Steve Bencich haben sich ausgiebig bei „Lethal Weapon“ und der 007-Reihe bedient.
Die Liebe zum Genre ging so weit, dass Ex-007 Roger Moore im Original den Chef der Katzencrew synchronisiert. Eine Verbeugung absolviert „Cats & Dogs“ zudem in Richtung „Das Schweigen der Lämmer“: Mister Tinkles, die bösartige Samtpfote aus dem ersten Teil, sitzt diesmal stilecht verschnürt hinter Gittern und seziert die tierische Psyche seiner Besucher in feinster Lector-Manier. Kinder werden solche Anspielungen natürlich (und hoffentlich!) nicht verstehen. Aber Mutti und Vati wollen schließlich auch ein bisschen Spaß, wenn sie sich schon einen Tierfilm anschauen müssen.
Wertung: xxxxxx
Dresden (Cinemaxx, Neues Rundkino, UCI, Ufa); Freiberg; Meißen; Pirna;, Riesa
Geändert hat sich nicht viel, auch nicht die Hauptrollen: Katzen und Hunde, die sich als gewiefte Agenten entpuppen, ausgestattet mit ausgefeilter Hightech im Halsband. Die Katzen arbeiten für die Geheimorganisation MEOW, die Hunde für DOG. Und was die Kläffer mit der Lizenz zum Fliegen leisten, geht weit über die Tätigkeit eines Polizeihundes hinaus.
Als ein solcher versagt Schäferhund Diggs. Unfähig, im richtigen Moment einem „Sitz!“ zu gehorchen, soll er den Rest seines Lebens im Zwinger verbringen. Glücklicherweise holt ihn Hirtenhund Butch aus dem Gefängnis, denn DOG braucht jemanden wie Diggs, um die weltweite Bedrohung der Freundschaft zwischen Mensch und Tier aufzuhalten. Kitty Kahlohr, eine auf tragische Weise um ihr Fell gebrachte Katze, hat da nämlich etwas ausgetüftelt.
Ehrlich gesagt – das hätte man kaum erwartet: „Cats & Dogs“ ist ziemlich lustig, temporeich und spannend. Vermutlich liegt das auch daran, dass der Mensch diesmal eine ausgesprochen untergeordnete Nebenrolle spielt. Mit viel Liebe zum Detail hat das Team um Regisseur Brad Peyton die Hauptquartiere von Hunden und Katzen ausstaffiert und den handlungstragenden Tieren so weit wie möglich Charakter verliehen. Was die Darsteller durch Training nicht bewältigen konnten, haben die Macher in den Film hineinanimiert. Hinzu kommt die gelungene Umsetzung im dreidimensionalen Bereich. Kinder werden die pelzigen Helden mögen, bevorzugt deren loses Mundwerk, in das reichlich Sprüche wie „Ich bin zu alt für diesen Mist“ gelegt wurden. Ihren Nachwuchs begleitende Eltern hören da nichts Neues, denn die Drehbuchautoren Ron J. Friedman und Steve Bencich haben sich ausgiebig bei „Lethal Weapon“ und der 007-Reihe bedient.
Die Liebe zum Genre ging so weit, dass Ex-007 Roger Moore im Original den Chef der Katzencrew synchronisiert. Eine Verbeugung absolviert „Cats & Dogs“ zudem in Richtung „Das Schweigen der Lämmer“: Mister Tinkles, die bösartige Samtpfote aus dem ersten Teil, sitzt diesmal stilecht verschnürt hinter Gittern und seziert die tierische Psyche seiner Besucher in feinster Lector-Manier. Kinder werden solche Anspielungen natürlich (und hoffentlich!) nicht verstehen. Aber Mutti und Vati wollen schließlich auch ein bisschen Spaß, wenn sie sich schon einen Tierfilm anschauen müssen.
Wertung: xxxxxx
Dresden (Cinemaxx, Neues Rundkino, UCI, Ufa); Freiberg; Meißen; Pirna;, Riesa








