Kino
Mittwoch, 15. September 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Offensichtlich Goldfisch
„Ponyo – Das Abenteuer am Meer“
Mit seinem neuen Film hat Hayao Miyazaki, der japanische Großmeister der Animation, kein „Zielgruppen-Problem“. „Ponyo“ ist für kleine und kleinste Kinozuschauer gemacht. Sehr klar, sehr deutlich. Kein Forcieren von Tempo, Schnitt oder Modernismen, kein kompliziertes Konstrukt. Eine lineare Geschichte verbindet – per Hand ohne Computer gezeichnet und mit einem klassischen Soundtrack unterlegt – Andersen und Jules Verne, die Kleine Meerjungfrau und Kapitän Nemo. „Ponyo“ wartet auf Zuschauer, die so alt sind wie sein Held.
Sosuke ist fünf und lebt in einem einsamen Haus auf einer Klippe am Meer. Sein Vater fährt zur See, die Mutter arbeitet in einem Altenheim. Beim Spielen entdeckt er in einem Marmeladenglas einen Goldfisch. Nein, d e n Goldfisch, der noch dazu die Tochter von Zauberer Fujimoto ist. Der hat sich längst aus dem Erdenstaub gemacht und ist unter Wasser gezogen, ohne allerdings sein quirliges Mädchen bändigen zu können.
Kein Wunder, dass es schnell mit Sosuke anbändelt und am irdischen Kinderleben im wahrsten Sinne Blut leckt. Aus dem Fisch wird ein menschliches Mädchen, das einen Namen bekommt, Schinken mag und Nudeln, albern kann und vieles mehr. Nur das Meer findet sich mit dem Verlust nicht ab, und Fujimoto gleich gar nicht. Er schickt deshalb eine gigantische Flut …Farbenfroh und gefühlig, im guten Sinne „alt“ und damit natürlich nicht ansatzweise so groß wie Miyazakis „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiro“ weiß „Ponyo“ trotzdem, was er will – als Film und Fisch. Andreas Körner
Wertung: xxxxxx
Cinemaxx, Schauburg, Ufa, UCI, DD
Sosuke ist fünf und lebt in einem einsamen Haus auf einer Klippe am Meer. Sein Vater fährt zur See, die Mutter arbeitet in einem Altenheim. Beim Spielen entdeckt er in einem Marmeladenglas einen Goldfisch. Nein, d e n Goldfisch, der noch dazu die Tochter von Zauberer Fujimoto ist. Der hat sich längst aus dem Erdenstaub gemacht und ist unter Wasser gezogen, ohne allerdings sein quirliges Mädchen bändigen zu können.
Kein Wunder, dass es schnell mit Sosuke anbändelt und am irdischen Kinderleben im wahrsten Sinne Blut leckt. Aus dem Fisch wird ein menschliches Mädchen, das einen Namen bekommt, Schinken mag und Nudeln, albern kann und vieles mehr. Nur das Meer findet sich mit dem Verlust nicht ab, und Fujimoto gleich gar nicht. Er schickt deshalb eine gigantische Flut …Farbenfroh und gefühlig, im guten Sinne „alt“ und damit natürlich nicht ansatzweise so groß wie Miyazakis „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiro“ weiß „Ponyo“ trotzdem, was er will – als Film und Fisch. Andreas Körner
Wertung: xxxxxx
Cinemaxx, Schauburg, Ufa, UCI, DD








