Kino
Donnerstag, 14. Oktober 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Ökologisch wertlos
„Reine Fellsache“
Mit allen Waffen: Der Otter verteidigt seinen Wald. Foto: Concorde
„Eiskalte Engel“ war Roger Kumbles Debüt als Regisseur. Kaum zu glauben, stellt man dem Remake von „Gefährliche Liebschaften“ Kumbles neuestes Machwerk „Reine Fellsache“ gegenüber. Um gleich bei der Thematik des neuen Films zu bleiben – der Vergleich zwischen früher und heute ist in diesem Fall wie das Abwägen von Biogemüse zu Gewächshausware. Kumble hat nachgelassen. Dabei ist sein Anliegen ehrenhaft: Er will den Umweltschutz ins Bewusstsein des Massenpublikums pflanzen. Helfen sollen ihm dabei Brooke Shields und Brendan Fraser.
Fraser spielt den Bauunternehmer Dan Sanders, der im Auftrag des Großkonzerns Lyman Enterprises eine Wohnsiedlung inmitten idyllischer Waldlandschaften errichten will. Dem ökologisch wertvollen Zukunftsprojekt weichen sollen die Bäume. Logisch, dass sich die Waldbewohner das nicht bieten lassen und Sanders mit ihren Mitteln bekämpfen.
Man fragt sich allerdings, wie oft die Drehbuchautoren Josh Gilbert und Michael Carnes bisher so im Wald gewesen sind, gar ein Tier gesehen haben. Ihre wilden Wesen jedenfalls setzen die ihnen gegebenen Waffen beinahe ausschließlich unterhalb der Gürtellinie ein, was nicht nur auf die Körpergröße der Kombattanten zurückzuführen ist. Waschbär, Eichhörnchen, Stinktier und Co. pullern und kacken auf den Menschen, kneifen in dessen Weichteile und bekehren ihn so zur Umkehr zurück in den Schoß der Natur. Ausgedehnt auf anderthalb Stunden ist das weder witzig noch besonders spannend noch sympathisch, sondern eigentlich nur eklig. Und völlig an der Sache vorbei. (Christina Wittich)
Wertung: x x x x x x
Cinemaxx, UCI, Ufa, DD
Fraser spielt den Bauunternehmer Dan Sanders, der im Auftrag des Großkonzerns Lyman Enterprises eine Wohnsiedlung inmitten idyllischer Waldlandschaften errichten will. Dem ökologisch wertvollen Zukunftsprojekt weichen sollen die Bäume. Logisch, dass sich die Waldbewohner das nicht bieten lassen und Sanders mit ihren Mitteln bekämpfen.
Man fragt sich allerdings, wie oft die Drehbuchautoren Josh Gilbert und Michael Carnes bisher so im Wald gewesen sind, gar ein Tier gesehen haben. Ihre wilden Wesen jedenfalls setzen die ihnen gegebenen Waffen beinahe ausschließlich unterhalb der Gürtellinie ein, was nicht nur auf die Körpergröße der Kombattanten zurückzuführen ist. Waschbär, Eichhörnchen, Stinktier und Co. pullern und kacken auf den Menschen, kneifen in dessen Weichteile und bekehren ihn so zur Umkehr zurück in den Schoß der Natur. Ausgedehnt auf anderthalb Stunden ist das weder witzig noch besonders spannend noch sympathisch, sondern eigentlich nur eklig. Und völlig an der Sache vorbei. (Christina Wittich)
Wertung: x x x x x x
Cinemaxx, UCI, Ufa, DD







