Kino
Donnerstag, 19. August 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Ganz oder besser gar nicht
„Männer im Wasser“
Die Schweden können gutes Kino. Aber diesmal leider nicht. Foto: Pandora
Junger Schwede! Da macht Regisseur Mans Herngren aber überhaupt kein langes Gerede, wenn er ohne langes Zögern bekennt, eine Komödie über Außenseiter im Stil von ,Ganz oder gar nicht' gedreht zu haben. Ehrlich ist er ja. Nur, gepackt hat er es nicht. Denn wo der britische Vorleger treffsicher zwischen Alltagstragik und den komischen Noten im Realen schwebte, zudem leicht melancholisch bis schwer bitter war, kratzt „Männer im Wasser“ bestenfalls wie ein Katerkind am Kinostuhl.
Statt im Stile der Chippendales zu tanzen, bewegen sich Fredrik, Charles, Kjelle und die anderen also im Nass-Becken. Da den Hockeyspielern ihre angestammte Halle nicht mehr zur gewohnten Trainingszeit zur Verfügung steht und sie beim Junggesellenabschied als verkleidete Nixen mächtig Spaß hatten, da Fredrik als Vater mehr als einmal versagt hat, seine Tochter Sara aber professionelle Figuren schwimmt, gründen die Freunde die erste männliche Synchronschwimmmannschaft Schwedens. Ziel ist die Geschlechter-WM ein halbes Jahr später in Berlin. Verstärkt wird die Runde durch einen jungen Kriminellen und einen finnischen Schwulen. Aha! Besser: Haha!
Ein bisschen viel der Einfalt diesmal aus dem Norden. Ein paar nette Grinser sind dabei, ein paar hübsche Figuren, schöne Badekappen, aber wirklich mit Seele geht hier nichts ineinander. Zu ausgestellt ist das Konzept, zu lapidar die Stoffentwicklung, zu sehr auf gefühlig geklöppelt. Einzig das Ende ist so etwas wie eine späte Perle. Eine zu späte. A. Körner
Wertung: x x x x x x
Kino in der Fabrik, Programmmkino Ost, DD
Statt im Stile der Chippendales zu tanzen, bewegen sich Fredrik, Charles, Kjelle und die anderen also im Nass-Becken. Da den Hockeyspielern ihre angestammte Halle nicht mehr zur gewohnten Trainingszeit zur Verfügung steht und sie beim Junggesellenabschied als verkleidete Nixen mächtig Spaß hatten, da Fredrik als Vater mehr als einmal versagt hat, seine Tochter Sara aber professionelle Figuren schwimmt, gründen die Freunde die erste männliche Synchronschwimmmannschaft Schwedens. Ziel ist die Geschlechter-WM ein halbes Jahr später in Berlin. Verstärkt wird die Runde durch einen jungen Kriminellen und einen finnischen Schwulen. Aha! Besser: Haha!
Ein bisschen viel der Einfalt diesmal aus dem Norden. Ein paar nette Grinser sind dabei, ein paar hübsche Figuren, schöne Badekappen, aber wirklich mit Seele geht hier nichts ineinander. Zu ausgestellt ist das Konzept, zu lapidar die Stoffentwicklung, zu sehr auf gefühlig geklöppelt. Einzig das Ende ist so etwas wie eine späte Perle. Eine zu späte. A. Körner
Wertung: x x x x x x
Kino in der Fabrik, Programmmkino Ost, DD







