Kino
Donnerstag, 29. Juli 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Ergaunerter Aufritt
"Das Konzert"
Wie stets bildschön: Mélanie Laurent als Anne-M. Jacquet. Foto: Concorde
Ganz unten beginnt die Geschichte, die Regisseur Radu Mihaileanu erzählt: Ein früherer Star-Dirigent schuftet als Hausmeister, und die Mitglieder seines einst hochgelobten Orchesters spielen für ein paar Kopeken auf Moskaus Straßen. Das nur, weil sich Andrei Filipov (Alexei Guskov), der Dirigent des Moskauer Bolschoi-Theaters, während der Sowjetherrschaft weigert, der Parteianweisung zu folgen und die jüdischen Musiker zu entlassen. Versteckt im Zuschauerraum stehend, dirigiert der Degradierte noch immer heimlich Tschaikowskys Violinkonzert. Für den Meister lebt er, und als ein Wink des Schicksals erscheint es, dass ihm beim Putzen ein Fax an den Intendanten in die Hände fällt: Dessen Orchester wird zum Gastkonzert nach Paris eingeladen – Andrei Filipov sieht seine Chance gekommen, geschehenes Unrecht wieder aufzuheben und sammelt seine früheren Kollegen zusammen. Selbst der einstige Manager und KGB-Funktionär wird verpflichtet. Dank einer abenteuerlichen Finte ergaunern sie sich das Konzert, und mithilfe der Star-Geigerin Anne-Marie Jacquet (Mélanie Laurent) ihren früheren Ruhm zurück.
Radu Mihaileanu wandelt mit „Das Konzert“ zwar leichtfüßig, jedoch hin und wieder arg schwankend, zwischen Klischee und Charakter, zwischen Komik und Tragik. Mit wenigen Bildern verwebt er die Erzählstränge zwischen damals und heute und schafft damit einen bewegenden Sommerfilm, für den Komponist Armand Amar Tschaikowskys Violinkonzert behutsam und hörenswert auf die passende Länge gekürzt hat. Ch. Wittich
Wertung: x x x x x x
PK Ost, Schauburg, Ufa, DD
Radu Mihaileanu wandelt mit „Das Konzert“ zwar leichtfüßig, jedoch hin und wieder arg schwankend, zwischen Klischee und Charakter, zwischen Komik und Tragik. Mit wenigen Bildern verwebt er die Erzählstränge zwischen damals und heute und schafft damit einen bewegenden Sommerfilm, für den Komponist Armand Amar Tschaikowskys Violinkonzert behutsam und hörenswert auf die passende Länge gekürzt hat. Ch. Wittich
Wertung: x x x x x x
PK Ost, Schauburg, Ufa, DD







