Kino
Sonntag, 27. Dezember 2009
Die Interessen der Lina Braake
Christina Wittich
Im Internet
Sie können’s noch, die alten Recken: lustig sein und spielen. Leander Haußmanns neuer Film vereint sie alle: Eva Maria Hagen, Nadja Tiller, Walter Giller und Haußmanns Vater, die DDR-Theaterikone Ezard. „Dinosaurier“ ist ein Remake von „Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen der Lina Braake sein“ von Bernhard Sinkel aus dem Jahre 1975.
Haußmanns Version ist immer noch gesellschaftskritisch. Aus anklagendem Agitprop hat er eine nette Komödie gemacht, die altväterlich mit dem Zeigefinger wackelt. In ihren Zügen ist die Handlung gleich geblieben: Lina Braake (Eva Maria Hagen) geht einem schmierigen Banker (Daniel Brühl) auf den Leim und verliert ihr kleines Häuschen. Sie zieht notgedrungen in ein muffiges Seniorenheim. Dort lernt sie den latent lebensmüden Anlagebetrüger Johann Schneider (Ezard Haußmann) kennen. Gemeinsam schmieden sie einen komplizierten Plan, Linas Geld und Haus zurück zuholen. Die Durchführung erschweren körperlichen Gebrechen und Ausfälle der Beteiligten.
Abgesehen vom klamaukigen Ende schafft es Haußmann, dass die Alten trotz aller Witze übers Altsein die Würde bewahren. Fast möchte man meinen, seine Darsteller wollen den Jungen ein letztes Mal zeigen, wie man eine ordentliche Komödie mit flotten Dialogen und passgenauen Pointen spielt. Das Tempo hat in den vergangenen Jahren zwar ein bisschen angezogen, aber guter Käse braucht ja auch seine Zeit, um zu reifen.
Dinosaurier - Cinemaxx, Kino in der Fabrik, Neues Rundkino, UCI, Ufa, DD; Freiberg; Pirna
Haußmanns Version ist immer noch gesellschaftskritisch. Aus anklagendem Agitprop hat er eine nette Komödie gemacht, die altväterlich mit dem Zeigefinger wackelt. In ihren Zügen ist die Handlung gleich geblieben: Lina Braake (Eva Maria Hagen) geht einem schmierigen Banker (Daniel Brühl) auf den Leim und verliert ihr kleines Häuschen. Sie zieht notgedrungen in ein muffiges Seniorenheim. Dort lernt sie den latent lebensmüden Anlagebetrüger Johann Schneider (Ezard Haußmann) kennen. Gemeinsam schmieden sie einen komplizierten Plan, Linas Geld und Haus zurück zuholen. Die Durchführung erschweren körperlichen Gebrechen und Ausfälle der Beteiligten.
Abgesehen vom klamaukigen Ende schafft es Haußmann, dass die Alten trotz aller Witze übers Altsein die Würde bewahren. Fast möchte man meinen, seine Darsteller wollen den Jungen ein letztes Mal zeigen, wie man eine ordentliche Komödie mit flotten Dialogen und passgenauen Pointen spielt. Das Tempo hat in den vergangenen Jahren zwar ein bisschen angezogen, aber guter Käse braucht ja auch seine Zeit, um zu reifen.
Dinosaurier - Cinemaxx, Kino in der Fabrik, Neues Rundkino, UCI, Ufa, DD; Freiberg; Pirna








