Kino
Donnerstag, 25. Februar 2010
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Der Schmerzensmann von New Orleans
„Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen“
Cop (N. Cage) außer Dienst mit der Hure (E. Mendes). Foto: Splendid
Terence McDonagh konnte sich während der Flut von New Orleans als Held beweisen. Doch der Polizist hat sich bei der Rettung eines Ertrinkenden einen Dauerschaden am Rücken zugezogen, der nur mit Schmerzmitteln erträglich ist. Ein Jahr nach dem dramatischen Ereignis ist Terence medikamentensüchtig. Gleichwohl will der Detective den grausamen Massenmord an einer afrikanischen Familie aufklären. Er bekommt den Fall. Doch die größten Probleme hat der
Detective mit sich selbst.
Mit seiner erprobten Leidensmiene ist Nicolas Cage nahezu ununterbrochen im Bild. Kinobesucher, die darauf inzwischen allergisch reagieren, sei deshalb dringend vom Besuch abgeraten. Cage hat mit seiner Verkörperung von allerlei Süchtigen und Melancholikern auf der Leinwand Weltruhm erworben und Millionen verdient. Er läuft aber auch längst Gefahr, zur Parodie seiner selbst zu werden. Davon kann und will ihn auch nicht Werner Herzog bewahren, der als Regisseur seinen Hauptdarsteller einfach so ungezügelt agieren lässt wie früher den legendären Klaus Kinski.
Mehr als an Cage oder auch an der schönen Eva Mendes in der undankbaren Klischeerolle der „guten Hure“ ist Herzog sowieso daran interessiert, lauernde Alligatoren oder Leguane ins Bild zu bringen. Damit setzt er seinen ganz eigenen Akzent in dem Remake des gleichnamigen Films, der dem Regisseur Abel Ferrara mit Harvey Keitel in der Hauptrolle 1992 viel Beachtung brachte. Wolfgang Hübner
(Der Film wurde kurzfristig mit geringerer Kopienzahl gestartet und kommt daher nicht in Dresden und der Region zur Aufführung)
Mit seiner erprobten Leidensmiene ist Nicolas Cage nahezu ununterbrochen im Bild. Kinobesucher, die darauf inzwischen allergisch reagieren, sei deshalb dringend vom Besuch abgeraten. Cage hat mit seiner Verkörperung von allerlei Süchtigen und Melancholikern auf der Leinwand Weltruhm erworben und Millionen verdient. Er läuft aber auch längst Gefahr, zur Parodie seiner selbst zu werden. Davon kann und will ihn auch nicht Werner Herzog bewahren, der als Regisseur seinen Hauptdarsteller einfach so ungezügelt agieren lässt wie früher den legendären Klaus Kinski.
Mehr als an Cage oder auch an der schönen Eva Mendes in der undankbaren Klischeerolle der „guten Hure“ ist Herzog sowieso daran interessiert, lauernde Alligatoren oder Leguane ins Bild zu bringen. Damit setzt er seinen ganz eigenen Akzent in dem Remake des gleichnamigen Films, der dem Regisseur Abel Ferrara mit Harvey Keitel in der Hauptrolle 1992 viel Beachtung brachte. Wolfgang Hübner
(Der Film wurde kurzfristig mit geringerer Kopienzahl gestartet und kommt daher nicht in Dresden und der Region zur Aufführung)







