Kino
Donnerstag, 4. Februar 2010
Das Altern, das Verschwinden, die Jugend und der Tod
Christina Wittich
Giulia (Corinna Harfouch) schwänzt ihren Geburtstag, um den Abend mit einem Fremden (Bruno Ganz) zu verbringen. Foto: X-Verleih
Alt zu werden ist nicht schwer. Alt zu sein dagegen sehr – hätte vermutlich Wilhelm Busch gereimt angesichts des geriatrischen Elends, auf das sich diese Anfang- und Mittfünfziger gedanklich schon einmal einstellen zu Giulias 50. Geburtstag. Martin Suter schrieb das Drehbuch, Chris-toph Schaub führte Regie. Hand in Hand führen beide ein gut gelauntes Schauspielerensemble durch die Geschichte eines Abends.
Giulia (Corinna Harfouch) schwänzt ihre eigene Geburtstagsfeier, streift durch die Läden und verbringt den Abend am Ende lieber mit einem ihr völlig Fremden (Bruno Ganz). Die beiden unterhalten sich bei einigen Gläsern Wein und Champagner, wie auch die sitzen gelassene Gesellschaft, übers Altern, das Verschwinden, die Jugend und den Tod.
Episodenhaft und weniger mit Charakteren denn mit Typen besetzt, fächern Suter und Schaub in „Giulias Verschwinden“ rings um diese Gesellschaft die Lebensabschnitte einer Frau auf. Da wird ein Teenager beim Klauen von Turnschuhen erwischt, verkrampft sich deren 40-jährige Mutter beim Versuch in Jugendsprech und sabotiert die 80-Jährige Leonie (Christine Schorn) ebenfalls ihre eigene Geburtstagsfeier, indem sie sich schlichtweg weigert, sich wie eine Alte zu verhalten. Manchmal sind Suters Einfälle wirklich platt. Oft treffen seine Pointen den wahren Kern. Hin und wieder blitzt der Mensch hinter dem Typen durch. Und das sind dann die besten Momente des Films.
„Giuilas verschwinden“ - Kino in der Fabrik, PK Ost, DD
Giulia (Corinna Harfouch) schwänzt ihre eigene Geburtstagsfeier, streift durch die Läden und verbringt den Abend am Ende lieber mit einem ihr völlig Fremden (Bruno Ganz). Die beiden unterhalten sich bei einigen Gläsern Wein und Champagner, wie auch die sitzen gelassene Gesellschaft, übers Altern, das Verschwinden, die Jugend und den Tod.
Episodenhaft und weniger mit Charakteren denn mit Typen besetzt, fächern Suter und Schaub in „Giulias Verschwinden“ rings um diese Gesellschaft die Lebensabschnitte einer Frau auf. Da wird ein Teenager beim Klauen von Turnschuhen erwischt, verkrampft sich deren 40-jährige Mutter beim Versuch in Jugendsprech und sabotiert die 80-Jährige Leonie (Christine Schorn) ebenfalls ihre eigene Geburtstagsfeier, indem sie sich schlichtweg weigert, sich wie eine Alte zu verhalten. Manchmal sind Suters Einfälle wirklich platt. Oft treffen seine Pointen den wahren Kern. Hin und wieder blitzt der Mensch hinter dem Typen durch. Und das sind dann die besten Momente des Films.
„Giuilas verschwinden“ - Kino in der Fabrik, PK Ost, DD








