Ausstellungen
Mittwoch, 25. Januar 2012
(Sächsische Zeitung)
(Sächsische Zeitung)
Gegen alle Normen
Von Grit Mocci
Silvio Zesch malt mit dickem Pinsel gegen Kompromisse an. Neue Arbeiten zeigt jetzt die Dresdner Galerie Grafikladen.
Kompromisslose Scheiße machen ist super, bekennt Silvio Zesch. Im Gespräch mit dem Kunsthistoriker und Kurator Mathias Wagner beschreibt Zesch erfrischend unverblümt und sehr direkt, was ihn bewegt und vor allem, was ihm Anstöße für seine aktuellen Arbeiten geliefert hat. Wer Silvio Zeschs Kunst kennt, weiß, dass selbige im Gestus bisher eher gefühlsgeladen daherkam, kraftvoll und expressiv, mit dick aufgetragenem Pinselstrich; bei Auftritten des Künstlers schwang gern auch mal eine bohemienhafte Attitüde im Stil vergangner Epochen mit. Alles vorbei, so scheint es jedenfalls.
Der 36-Jährige verbrachte ausgedehnte Zeiten des Experimentierens und der Neuordnung und befreite sich dabei von selbst auferlegten wie fremden Wert- und Normvorstellungen sowie dem Wunsch, weiterhin Blumenstillleben, Landschaften oder Bildnisse zu malen. „Ich glaube, es ist immer mehr möglich, als man denkt und das treibt mich an. Was die Empörung und den Sarkasmus betrifft, so ist es eine Möglichkeit, wie man meine aktuellen Arbeiten lesen kann, aber: Fürze müssen raus, auch wenn sie stinken.“
Ergebnisse dieser neuen Weltanschauung können derzeit im Dresdner Grafikladen/Projektraum am Weißen Hirsch besichtigt werden. Der von Georg Schütze betriebene Kunst-Ort präsentiert sich in diesem Jahr ebenfalls neu ausgerichtet, was auf eine pragmatische Entscheidung zurückzuführen ist. Kuratorin Gwendolin Kremer, die bisher für das Ausstellungsprogramm verantwortlich zeichnete, wird zukünftig nur noch für eine Exposition verfügbar sein. Georg Schütze stand also vor der Frage: Weniger Ausstellungen und selber kuratieren oder einen Schritt nach vorn wagen und das Wort „Projektraum“ noch wörtlicher nehmen. Klugerweise hat er sich für Letzteres entschieden und eine Art Kuratoren-Künstler-Tandem initiiert. Mathias Wagner, Johannes Schmidt, Kathrin Muysers und Gwendolin Kremer werden im Laufe des Jahres ihre sehr persönliche Künstlerwahl vorstellen.
Silvio Zesch – Bilder und Objekte
Bis 14. März, Galerie Grafikladen/Projektraum Weißer Hirsch, Dresden
Eintritt frei
Der 36-Jährige verbrachte ausgedehnte Zeiten des Experimentierens und der Neuordnung und befreite sich dabei von selbst auferlegten wie fremden Wert- und Normvorstellungen sowie dem Wunsch, weiterhin Blumenstillleben, Landschaften oder Bildnisse zu malen. „Ich glaube, es ist immer mehr möglich, als man denkt und das treibt mich an. Was die Empörung und den Sarkasmus betrifft, so ist es eine Möglichkeit, wie man meine aktuellen Arbeiten lesen kann, aber: Fürze müssen raus, auch wenn sie stinken.“
Ergebnisse dieser neuen Weltanschauung können derzeit im Dresdner Grafikladen/Projektraum am Weißen Hirsch besichtigt werden. Der von Georg Schütze betriebene Kunst-Ort präsentiert sich in diesem Jahr ebenfalls neu ausgerichtet, was auf eine pragmatische Entscheidung zurückzuführen ist. Kuratorin Gwendolin Kremer, die bisher für das Ausstellungsprogramm verantwortlich zeichnete, wird zukünftig nur noch für eine Exposition verfügbar sein. Georg Schütze stand also vor der Frage: Weniger Ausstellungen und selber kuratieren oder einen Schritt nach vorn wagen und das Wort „Projektraum“ noch wörtlicher nehmen. Klugerweise hat er sich für Letzteres entschieden und eine Art Kuratoren-Künstler-Tandem initiiert. Mathias Wagner, Johannes Schmidt, Kathrin Muysers und Gwendolin Kremer werden im Laufe des Jahres ihre sehr persönliche Künstlerwahl vorstellen.
Silvio Zesch – Bilder und Objekte
Bis 14. März, Galerie Grafikladen/Projektraum Weißer Hirsch, Dresden
Eintritt frei








